Herr Rossier, Sie waren 16 Jahre in der Ustermer Politik, die letzten acht Jahre davon als Stadtrat. Wie fühlen Sie sich jetzt, als «Pensionär»?
Jean-François Rossier: Gut muss ich sagen, danke der Nachfrage (lacht).
Macht sich Erleichterung bei Ihnen breit, dass Sie den Politdschungel hinter sich lassen konnten?
Ein bisschen. Ich bin auf der einen Seite sicher erleichtert, dass der Druck jetzt von mir abgefallen ist, aber auf der anderen Seite mischt sich schon auch ein bisschen Bedauern ein.
Wieso das?
Es war eine tolle, eine «lässige» Zeit. Aber wie gesagt, nach all den Jahren ist bei mir jetzt auch ein gewisser Sättigungsgrad erreicht und es ist jetzt der Schritt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
«Es hat mich nie gestört, der stille Schaffer zu sein.»
Wie sieht dieses Kapitel jetzt unmittelbar aus?
Zunächst einmal geniesse ich die sitzungsfreie Zeit. Montag- und Dienstagabende ohne Stadtrats-, Parlaments- und Kommissionssitzungen, die ich jetzt mehr mit meiner Familie verbringen oder an denen ich Sport treiben kann.

