Politik

Uster will im Herbst kommunalen Richtplan vorlegen

Der Stadtrat Uster überarbeitet derzeit den kommunalen Richtplan.Ende Juni hat der Stadtrat das weitere Vorgehen beschlossen. Der Richtplan soll bis vor den Herbstferien öffentlich aufliegen.

Uster will im Herbst kommunalen Richtplan vorlegen

Mit dem neuen Richtplan erfolge ein weiterer wichtiger Schritt, um die Massnahmen zur Stadtentwicklung und einem attraktiveren Zentrum voranzutreiben. Mit dem Richtplan würden die Ziele des Stadtentwicklungskonzepts in konkrete Vorgaben übersetzt, welche die Stadt Uster bei Planungs- und Baumassnahmen befolgen muss. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Stadt Uster hervor. 

Verdichtung der Stadt

Vor rund drei Jahren hat der Stadtrat Uster das Stadtentwicklungskonzept für Uster festgesetzt. Damit sich die Stadt als attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort weiterentwickeln kann, sieht dieses verschiedene Massnahmen vor. Unter anderem soll in ein attraktiveres Stadtzentrum investiert, der Fuss- und Veloverkehr erhöht und der öffentliche Verkehr ausgebaut werden.

Gleichzeitig will die Stadt die von der Bevölkerung geschätzten Grün- und Erholungsräume stärken. Ziel dieser Massnahmen ist, ein qualitatives Wachstum in allen Bereichen der Stadtentwicklung zu erreichen. Während der letzten drei Jahre hat der Stadtrat basierend auf dem Stadtentwicklungskonzept den kommunalen Richtplan umfassend überarbeitet und auf die aktuellen Herausforderungen abgestimmt.

Der Stadtrat und Bauvorsteher Stefan Feldmann sagt auf Anfrage: «Die grösste Herausforderung ist zweifellos die Verdichtung der Stadt nach innen.» Die Innenverdichtung bedeute, dass der Nutzungsdruck im bebauten Siedlungsgebiet steige. 

Konkrete Vorgaben

Im Richtplan sind konkrete Vorgaben und Handlungsaufträge festgehalten, die die Stadt bei räumlichen Planungen und bei Baumassnahmen befolgen muss. Er umfasst die Themen Siedlung, Landschaft, Mobilität und öffentliche Bauten. Neu wurden in den Richtplan auch Massnahmen aufgenommen, um die Klimaerwärmung einzudämmen.

Im September 2021 hat die Stadt Uster den Entwurf dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Zeitgleich wurde er den Ustermer Behörden zur Vernehmlassung vorgelegt. Nachdem nun alle Rückmeldungen vorliegen, kann der Stadtrat seinen Richtplan weiter optimieren.

«Der Bereich Klima ist ein neues Feld für die Raumplanung. In den bisherigen Richtplänen sind hierzu kaum konkrete Vorgaben enthalten», erklärt Feldmann. So sollen neu Gebiete definiert werden, die eine hohe Priorität für Klimaanpassungen haben. «Allgemein gilt es, Gebiete zu bezeichnen, wo Begrünungen und Wasser als kühlende Elemente dienen können.»

Vorgaben bei der Nutzung

Im Herbst soll er öffentlich aufgelegt und dem Kanton für eine zweite Vorprüfung vorgelegt werden. Dies hat der Stadtrat an seiner Sitzung beschlossen.

Damit erhält auch die Bevölkerung die Gelegenheit, sich zum Richtplan zu äussern. Ziel ist, den Richtplan 2023 dem Gemeinderat zur Festsetzung zu übergeben. Anschliessend wird der Stadtrat bis voraussichtlich 2026 die kommunale Bau- und Zonenordnung, die auch den Nutzungsplan beinhaltet, revidieren.

Im Gegensatz zum Richtplan enthält diese auch Vorgaben an Bauprojekte, die für private Grundeigentümer verbindlich sind. Dazu gehören etwa Vorgaben, die die Nutzung, Dimension oder Erschliessung von Bauobjekten regeln. (lda)

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