Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Die neue Wohlfühl-Oase im ultimativen Härtetest

Eine Mischung aus Sitzplatz, Kräutergarten und Bibliothek – von der Stadt spendiert: Die «Glattaler»-Redaktion hat das lauschige Fleckchen neben der Leepünt-Brache auf Herz und Nieren geprüft.

Pizza mit frischen Kräutern. Der Ostschweiz-Korrespondent wollte eigentlich nicht aufs Föteli, da muss er aber schneller sein., Der Platz ist öffentlich. Damit das deutlich wird, soll es noch ein Willkommensschild geben., Die Beeri sind beliebt, deshalb hats hier keine mehr., Was ist was, und kann man das überhaupt essen?

Thomas Bacher

Die neue Wohlfühl-Oase im ultimativen Härtetest

Okay, das mit dem Salbei war eine blöde Idee. Aber so ist das eben, wenn einem plötzlich ein ganzer Kräutergarten zur Verfügung steht, mit dem sich die mitgebrachte und nicht eben üppig belegte Pizza etwas aufpeppen lässt. Rosmarin, mehrere Thymiansorten, Oregano – und eben Salbei, der auf der Pizza definitiv nichts zu suchen hat. Na ja, Rosmarin eigentlich auch nicht.

Wir befinden uns nicht etwa in der Stadtgärtnerei, sondern auf einem lauschigen Fleckchen Grün zwischen Betreibungsamt und der Leepünt-Brache. Zwei Tische mit Platz für 16 Personen hat es hier, dazu ein Bücherbox der Stadtbibliothek. Im Wind flattern bunte Stofffähnli, der Hasel spendet Schatten, und die zwei Birken warten, bis sie das am Abend machen können, wenn die Sonne etwas gewandert ist und das Feierabendbier wartet.

Kann man das essen?

Jetzt ist aber Mittagszeit, und die Pizza sind schon merklich abgekühlt, weil es etwas gedauert hat, bis die an gefriergetrocknete Supermarkt-Flöckli gewohnte «Glattaler»-Redaktion die richtigen Gewürze gefunden hat. Das ist natürlich ein Problem.

Aber eines, das bald gelöst werden wird, denn die Pflänzchen in den neun Hochbeeten werden noch mit Täfelchen beschriftet. Das sagt Alexandra Fink, Beauftragte öffentlicher Raum, die gerade auch rein zufällig ihre Mittagspause hier auf dem… nennen wir es doch einfach «Leepüntli» verbringt.

Der Sitzplatz ist Teil des städtischen Plans, den öffentlichen Raum aufzuwerten. Errichtet und unterhalten wird er von den Leuten vom Job-Bus. An diesem Mittag verdient das « Leepüntli » aber höchstens das Etikett «halböffentlich», denn es sind in erster Linie Mitarbeitende der Stadtverwaltung, die hier Pause machen.

Auch dieses Problem ist erkannt. So soll demnächst ein Willkommensschild aufgestellt werden, damit Aussenstehende nicht das Gefühl haben, hier eine Privatparty zu crashen.

Die Frage nach dem Grill

Ursprünglich war angedacht gewesen, den Sitzplatz auf der eigentlichen Leepünt-Brache zu erstellen. Doch dann hätte für die Beschattung ein Sonnensegel aufgestellt werden müssen. «Das kostet schnell einmal ein paar tausend Franken», sagt Fink. «Das wäre zu teuer geworden für eine Zwischennutzung.»

Zwischennutzung? Zur Erinnerung: Auf dem Leepüntareal ist seit längerem eine Überbauung geplant. Wenn die realisiert wird, könnte das ganze Mobiliar auf dem «Leepüntli» anderswo weiter verwendet werden, so die Idee.

Ob es denn noch eine Grillstelle geben werde, will der Ostschweizer Redaktionskollege wissen – wohl schon in Gedanken eine Olma-Bratwurst auf den Rost legend. Er wird bitter enttäuscht: Eine Grillstelle sei an diesem Ort nicht angedacht, sagt Fink.

Wir wissen, wer es war

So schön es sich auch mittagspausen lässt auf dem « Leepüntli » , irgendwann ruft die Arbeit wieder. Die Redaktion verabschiedet sich von der Stadtverwaltung und stellt sich der Herausforderung, die Pizzakartons auf Zigarettenschachtelgrösse zu falten. Da steht nämlich einer dieser Abfalleimer mit extrakleiner Öffnung, die verhindern soll, dass die Leute alte Matratzen und defekte Rasenmäher darin entsorgen.

Zum Dessert schnappen wir uns noch ein paar Heidelbeeri vom Strauch im Hochbeet. Erdbeeri hats leider keine mehr. Wir wissen, wer sie geerntet hat, sagens aber nicht.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns