Sie sind wieder da
Als ob sie nie weg gewesen wären: Seit letzter Woche führen beim Lindenplatz und der Glattbrücke wieder zwei Fussgängerstreifen über die Bahnhofstrasse. Die Entfernung geschah vor einem Jahr auf Geheiss der für die Signalisation verantwortlichen Kantonspolizei. Der Grund: Die neue Tempo-30-Zone im Stadtzentrum.
«Wir wollten die Fussgängerstreifen ursprünglich beibehalten», sagt Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (Die Mitte). Doch von der zuständigen Stelle habe man dafür keine Genehmigung erhalten. «Die Haltung der Kantonspolizei ist klar: keine Zebrastreifen in 30er-Zonen.»
Ein Sicherheitsrisiko
Die zwei Ausnahmen seien möglich gewesen, weil die Kapo anerkannt habe, dass in den zwei verkehrsreichen Bereichen Schulwege durchführen, was ein mögliches Sicherheitsrisiko darstelle.
«Das war natürlich schon vor einem Jahr bekannt», sagt Schmid. «Doch wir haben eine gute Zusammenarbeit, sind hartnäckig geblieben und klopften auch aufgrund von Rückmeldungen aus dem Parlament und der Bevölkerung immer wieder an.»
Weitere Streifen gewünscht
Aber was passiert mit den entfernten Fussgängerstreifen auf der Neuhof- und der Grundstrasse? Dort kommt es regelmässig zu brenzligen Situationen zwischen Fussgängern, die glauben, dass sie noch immer Vortritt hätten, und Autofahrern, die effektiv vortrittsberechtigt sind.
«Die Stelle beim Einlenker Neuhofstrasse war früher ein Unfallschwerpunkt, als noch Tempo 50 galt», sagt Schmid. Mit Tempo 30 sei der Bereich «massgeblich entschärft» worden. Gemäss Rücksprache mit der Stadtpolizei seien im ganzen Tempo-30-Bereich im Zentrum während des letzten Jahres sechs Unfälle mit Blechschaden registriert worden; Verletzte habe es keine gegeben.
Unabhängig davon verfolge der Stadtrat nach wie vor das Ziel, weitere Fussgängerstreifen wieder anbringen zu können. Doch die Kantonspolizei habe die Schulwege priorisiert.
