Herr Bäumle, Sie haben Interesse am freiwerdenden Zürcher Sitz im Ständerat angemeldet. Wieso das?
Martin Bäumle: Ich sitze nun seit 19 Jahren im Nationalra t und bin mir die enge Zusammenarbeit mit dem Ständerat gewohnt. Mit meiner Erfahrung, meinem Interesse und Wissen könnte ich bestimmt einiges bewirken – für die Ziele der GLP, aber auch den Kanton Zürich. Mir ist wichtig, dass die Partei in beiden Kammern vertreten ist.
Aber was würde Sie an der Arbeit im Ständerat reizen?
Es wäre sicherlich ein Karrieresprung, den ich gerne machen würde. Die Arbeit ist nicht eine völlig andere als im Nationalrat, aber das einzelne Mitglied hat mehr Gewicht, mehr Einfluss. Man ist in alle Vorgänge involviert und sitzt nicht nur in einer Kommission wie im Nationalrat, sondern in zwei bis dreien. Man kann sich darüber hinaus in der Zürcher Regierung einbringen und gleichzeitig deren Interessen in Bern deponieren. Das alles macht die Arbeit im Ständerat intensiver und damit auch zeitaufwendiger.
« Als Bundesrat wie auch als Regierungsrat müsste ich auf das alles verzichten. »
Hätten Sie denn daneben noch Zeit für Ihr Stadtratsmandat in Dübendorf?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, da ich das Amt inzwischen doch mit einer gewissen Effizienz ausführe. Im konkreten Fall müsste man das aber sicher nochmals anschauen.
Wäre ein Sitz im Bundesrat ein weiterer denkbarer Karriereschritt?
Nein, diese Frage wird sich für mich nicht mehr stellen. Die Freiheitsgrade, die ich heute habe, ermöglichen mir neben meiner Arbeit als Unternehmer die Ausübung eines Milizamts und die Mitwirkung in verschiedenen Organisationen und Gremien. Als Bundesrat wie auch als Regierungsrat müsste ich auf das alles verzichten.

