Seitdem die Kampfjets Ende 2005 vom Militärflugplatz Dübendorf abgezogen wurden, tauchte die F/A 18 nur noch selten im Luftraum über dem Glattal auf. Am 8. Mai war es wieder mal soweit: Anlässlich der 30. Durchführung des Love Rides fand auch eine Flugshow der Patrouille Suisse statt.
Doch neben den Formationsflügen der Tiger-Kampfjets in Weiss-Rot schraubte sich auch eine F/A-18 des Swiss Hornet Display Teams in die Höhe. Die 17-Meter-Maschine hat mehr als die dreifache Schubkraft eines Tigers, und das war in Dübendorf und Umgebung am Tag der Vorführung wie auch im Training zwei Tage davor nicht zu überhören.
Bespassung in Kriegszeiten
Auf der Facebook-Plattform «Du bisch vo Dübendorf, wenn…» wurden die Flugvorführungen engagiert diskutiert. Die Kritiker monierten dabei, gegenüber den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern sei es im höchsten Mass unsensibel, wenn Kampfjets zur Bespassung des Publikums ihre Runden am Himmel zögen.
Gemeinderätin Angelika Murer Mikolasek (GLP/GEU) griff die Kritik in einer schriftlichen Anfrage an den Stadtrat auf. Darin wollte sie wissen, wie es zur Bewilligung gekommen ist, welche Rolle der Stadtrat dabei gespielt hat und inwieweit die Auswirkungen der Flugshow auf Menschen aus Kriegsgebieten diskutiert worden seien.

