Grüne Uster reichen Kulturland-Initiative gegen Moosackerstrasse ein
Was passiert mit der Moosackerstrasse in Uster, einer möglichen Hauptverkehrsachse? Geht es nach den Grünen Uster soll sie gecancelt werden. Deshalb reichen sie jetzt ihre Kulturland-Initiative ein.
Bei der Stimmbevölkerung geniesse diese gemäss eigener Aussage grosse Sympathien. « Viele Bewohnerinnen und Bewohner ärgern sich über dieses weitere Strassenprojekt quer durch Wiesen und Felder und haben spontan in ihrem Umfeld Unterschriften gesammelt », heisst es in einer Mitteilung .
Die Zahl der nun eingereichten 924 Unterschriften übersteige die Mindestanforderung von 600 Unterschriften deutlich. Mitinitiantin und Gemeinderätin Debora Zahn ist überzeugt: «Diese grosse Zahl an Unterschriften ist ein klares Zeichen an den Stadtrat: Die Ustermerinnen und Ustermer wollen die Moosackerstrasse nicht. »
Für sie sei der Erhalt von Landwirtschaftsland und aktiver Klimaschutz wichtiger.
Konflikt mit Gemeindeordnung
Zudem stehe die projektierte Moosackerstrasse im Widerspruch zur neuen Gemeindeordnung. Diese verlange, dass sich die Stadt Uster « aktiv für die Sicherung von Kulturland und den öffentlichen Grünraum auf dem gesamten Gemeindegebiet » einsetze (Art. 3, Abschnitt 6).
Dass der Stadtrat dennoch an der Moosackerstrasse festhalte, sei « reine Zwängerei » . Damit missachte er den Volkswillen. Denn die Stimmbevölkerung habe sich mit dem Ja zur Gemeindeordnung deutlich für den Erhalt von Kulturland ausgesprochen hat.
Streichung aus Richtplan
Mit der «Kulturland-Initiative gegen die Moosackerstrasse» wollen die Grünen den Stadtrat dazu bringen, beim Kanton Zürich die Streichung der Moosackerstrasse aus dem kantonalen Richtplan zu beantragen.
Die Moosackerstrasse ist im kantonalen Richtplan als weitere Hauptverkehrsachse in Uster vorgesehen. Im Süden der Stadt ginge damit wertvolles Kulturland und ein wichtiges Naherholungsgebiet verloren.
Die neue Strasse würde zudem zu Mehrverkehr und zu weiteren Lärmbelastungen führen, schreiben die Grünen. (erh)

