Wie ist es, ohne Dach über dem Kopf zu leben und schlafen? Vom Samstag bis Sonntag haben 22 Jugendliche aus dem Religionsunterricht vor der reformierten Kirche in Turbenthal das Experiment gewagt. Sie haben eine Nacht in selbstgebauten, mehr oder weniger stabilen Kartonhütten verbracht.
Anhand dieser Aktion haben die Unti-Teilnehmer der 5. bis 7. Klasse erfahren, was Slumkinder und andere Armutsbetroffene in vielen Teilen der Welt tagtäglich erleben.
Zehn Franken fürs Abendessen
Natürlich lasse sich das Gefühl nur erahnen, dennoch gebe diese Aktion die Chance, besonders nahe auf das Thema «Armut und Ungerechtigkeit» aufmerksam zu machen, meint Kathrin Girschweiler, Religionslehrerin der Reformierten Kirche Turbenthal-Wila. «Die Jugendlichen sollen natürlich auch Spass haben, ein Abenteuer miteinander erleben und auch etwas dazulernen.»
Um ein Uhr nachmittags versammelten sich die Jugendlichen und begannen ihre Kartonhütten auszubauen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften verschiedene Dinge mitnehmen: Kartons, Schlafsack, Matten sowie wettergerechte Kleidung. Später am Nachmittag wurde ein «Kaffee und Kuchen ohne Dach» betrieben, um Spenden zu sammeln.

