Vor 2000 Jahren lebten rund um den Greifensee Römer und romanisierte Kelten vom Stamme der Räter und Helvetier in städtischen Zentren und in Gutshöfen, die die Landschaft zwischen Zürich- und Pfäffikersee prägten. Etwa alle drei Kilometer, so schätzt man heute, traf man auf eine sogenannte Villa Rustica.
In direkter Umgebung vom Greifensee vermutet man derzeit drei solche Anlagen: Diejenige unterhalb der reformierten Kirche in Maur ist archäologisch nachgewiesen. Vermutet werden je eine auf dem Büel in Nänikon und eine nah bei Riedikon.
Die beiden Gutshöfe sind nur durch Altfunde aus dem 19. Jahrhundert indirekt nachgewiesen, weil man nur aus diesen Funden Rückschlüsse ziehen kann.
Mühlestein gefunden
Am 26. März 1869 wurden in einer Kiesgrube bei Riedikon «altertümliche Gegenstände» gefunden. Dies verkündete der bekannte Pfahlbauforscher und Altertumskundler Jakob Messikommer in einem schriftlichen Bericht, den er tags darauf für die Antiquarische Gesellschaft Zürich verfasste. Die erwähnte Kiesgrube dürfte mit der heutigen an der Seefeldstrasse übereinstimmen.

