«Greenwashing» oder sinnvoller Lösungsansatz?
«Grüezi, möchten Sie auch Flugzeuge grün waschen?», war die Frage, mit welcher Teilnehmende des «Spin Day 2022» vor dem Eingang in den Dübendorfer Innovationspark von Aktivistinnen und Aktivisten begrüsst wurden. Dort trafen sich gestern Stakeholder aus Forschung, Politik und Wirtschaft, um die Entwicklung von nachhaltigen, synthetischen Treibstoffen voranzutreiben.
Das Netzwerk Spin präsentierte die «Power-to-X Umwandlungstechnologie», mit deren Hilfe fossile Ressourcen im Stromsektor, in der Mobilität, bei der Bereitstellung von Wärme, Gas und Chemikalien grossflächig ersetzt werden können. Als Referentinnen traten Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) und Regierungsrätin Carmen Walker-Späh (FDP) auf.
Der Verein Umverkehr kritisiert diesen Lösungsansatz im Zusammenhang mit dem Flugverkehr als «Greenwashing» und lud gestern mit einer kleinen Aktion zum Nachdenken ein: «Stopp Greenwashing – Flugverkehr reduzieren statt auf Technologiewunder hoffen».
«Wir stellen leider fest, dass die Diskussionen um die Klimaschutzmassnahmen weggekommen sind von der Reduktion des Flugverkehrs», empört sich Silas Hobi. Er ist Geschäftsleiter von Umverkehr, einem unabhängigen Verein, der sich seit 1992 für eine zukunftsfähige Mobilität einsetzt.

