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Dübendorfer halten sich mit Vorschlägen zurück

Bisher sind es vor allem aufwendige Projekte, welche die Dübendorfer für den städtischen Ideenwettbewerb eingereicht haben. Doch die Verantwortlichen wünschen sich auch leicht umsetzbare Vorschläge, die gut sind fürs Klima und die Biodiversität.

Manchmal braucht es gar nicht viel: ein simpler Steinhaufen und ein Bienenhotel neben dem Flugplatz.

Archivfoto: Thomas Bacher

Dübendorfer halten sich mit Vorschlägen zurück

Seit rund einem Monat läuft der städtische Ideenwettbewerb für Projekte im Bereich Klima und Biodiversität, doch bisher halten sich die Dübendorferinnen und Dübendorfer mit Eingaben zurück, lediglich eine Handvoll Vorschläge wurde eingereicht. «Es reicht zwar, um das Voting durchzuführen», sagt Alexandra Fink, Beauftragte öffentlicher Raum. «Doch je mehr Auswahl es gibt, desto besser.»

Das Begrünen von Bushaltestellen-Dächern sei eine Idee, die eingegangen sei. Ein partizipativer Stadtgarten mit edukativem Charakter eine andere. Eine weitere Person habe vorgeschlagen, zusammen mit Kindern einen naturnahen Erlebnisraum zu gestalten.

Ein paar Stichworte reichen

Für die Umsetzung jedes Projekts stehen maximal 10’000 Franken zur Verfügung. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 30’000 Franken und ist Teil der Sonderdividende, welche die Zürcher Kantonalbank an Kanton und Gemeinden ausgeschüttet hat.

Laut Fink sind aber nicht nur aufwendige Ideen mit vielen Beteiligten gefragt, auch einfacher umsetzbare Vorschläge seien willkommen. «Das kann etwa ein Bienenhotel, ein anderer einfacher Unterschlupf für Tiere oder sonst ein kleines Projekt sein, das öffentlich zugänglich ist.»

Der Grundsatz des Wettbewerbs ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur die Idee eingeben, sondern später auch ein Konzept erarbeiten und danach das Projekt selber realisieren. Fink vermutet, dass diese Vorgabe abschreckend wirken könnte. «Dabei reichen für eine erste Idee ein paar Stichworte im Formular auf der Website der Stadt», sagt sie. «Wir setzen uns dann mit der Person in Verbindung und unterstützen bei Bedarf bei der Erarbeitung des Konzepts oder bei verwaltungsinternen Abklärungen.»

Auch die Umsetzung ist nicht allein Sache der Teilnehmer. So sei es möglich und für gewisse Arbeiten auch angezeigt, die Unterstützung von Fachkräften in Anspruch zu nehmen. Auch da könne die Stadt eine Vermittlerrolle spielen.

Beim Spielplatz hats funktioniert

Doch könnte es nicht auch sein, dass es die Einwohner Dübendorfs einfach nicht gewohnt sind, sich aktiv im Stadtleben einzubringen? «Es braucht sicher eine gewisse Anlaufzeit», sagt Fink, die seit 20 Jahren im Bereich Partizipation tätig ist. Doch habe es sich am Beispiel des Spielplatzes an der Oskar-Bider-Strasse gezeigt, dass sich die Bevölkerung gerne bei konkreten Vorhaben beteiligt, Ideen einbringt und mitgestaltet.

Genau dieses Konkrete fehle den Leuten möglicherweise beim Ideenwettbewerb, räumt Fink ein. «Als wir den Ideenwettbewerb an der Dübi-Mäss vorgestellt haben, hat sich gezeigt, dass Begriffe wie Klima und Biodiversität für viele abstrakt und schwer fassbar sind.»

Für Personen, die sich nicht regelmässig damit beschäftigten, könne dies eine Hürde sein. «Grundsätzlich gilt: Was gut ist für die Natur, ist in der Regel auch gut für die Biodiversität und das Klima.»

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