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Was Sie über den Wetziker Hackathon wissen müssen

Am 24. und 25. Juni findet in Wetzikon der erste Smart City Hackathon durch. Der Anlass soll dabei helfen, die Digitalisierung der Stadt voran zu treiben.

Nicht nur Coden und Hacken: Beim Hackathon in Wetzikon kann jeder teilnehmen.

Symbolfoto: Pixabay

Was Sie über den Wetziker Hackathon wissen müssen

Was ist ein Hackathon?

Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, bei der innerhalb einer bestimmten Dauer das gemeinsame Lösen von Problemen im Vordergrund steht. Das Wort ist eine Wortschöpfung, die sich aus den zwei Begriffen «Hack» und «Marathon» zusammensetzt.

Wie der Begriff deutlich macht, ist die Durchführung von Hackathons vor allem in der Computer- und IT-Branche verbreitet. An einem bestimmten Ort treffen sich Menschen mit oder ohne Programmierkenntnisse, um zu einem vordefinierten Thema kreative und neue, kollaborative, datenbasierte Lösungsansätze zu entwickeln und diese anschliessend auch während des Anlasses so weit wie möglich umzusetzen.  

Wieso führt Wetzikon einen Hackathon durch?

Die Digitalisierung, die in den letzten Jahren bereits viele Branchen grundlegend verändert hat, stehe in Städten und Gemeinden erst am Anfang. Im Rahmen des Hackathons in Wetzikon werde das «Potenzial der Digitalisierung für die Stadt der Zukunft erkundet» heisst es auf der Veranstaltungswebsite.

«Es geht darum, gemeinsam konkrete Lösungen zu konzipieren und Wetzikon, das im Wachstum begriffen ist, lebenswert weiterzuentwickeln»
Stefan Lenz, Projektkoordinator

Interdisziplinäre Teams werden «mit Phantasie, analogen und digitalen Hilfsmitteln und Daten Lösungen für aktuelle Fragestellungen entwickeln».

«Es geht darum, gemeinsam konkrete Lösungen zu konzipieren und Wetzikon, das im Wachstum begriffen ist, lebenswert weiterzuentwickeln», sagt Stefan Lenz im Vorfeld des Anlasses. Der neu gewählte FDP-Stadtrat zeichnete für die Projektkoordination verantwortlich. 

Seine Partei war es auch, die mittels eines parlamentarischen Vorstosses den Stadtrat dazu eingeladen hatte, eine Smart City-Strategie zu erarbeiten. Das Postulat wurde 2021 vom Parlament zur Bearbeitung überwiesen.

Mit dem Stadtrats-Beschluss 269 hat der Stadtrat seine Absicht bestätigt eine Smart City-Strategie zu entwickeln und weitere Projekte im Rahmen der Stadtverwaltung zu lancieren. Der Smart City Hackathon ist eines dieser Projekte.

Wie läuft der Hackathon ab?

Der Anlass beginnt am Freitag um 8.15 Uhr im Kronensaal mit dem Empfang und Frühstück. Zwischen 9 und 11 Uhr erfolgt die Begrüssung durch die Veranstalter und anschliessende Präsentation der bislang 15 verschiedenen Challenges beziehungsweise Probleme, die während des 42 Stunden dauernden Anlasses gelöst werden sollen. Dies Problemstellungen werden von Challenge-Ownern (Unternehmen oder Institutionen) für den Hackathon bereitgestellt.

Nach den Präsentationen formieren sich die Teams. Den Teilnehmenden steht es derweil frei, sich jedweder Challenge anzuschliessen. Technische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt, aber Interesse an den Problemstellungen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit noch unbekannten anderen Teilnehmenden. Von 11.30 Uhr bis open end wird «gehackt» –  es startet die eigentliche Arbeitsphase.

Am Samstag kann ab 8 bis circa 14.30 Uhr das Hacking fortgesetzt werden. Von 15.30 bis 17 Uhr ist die Präsentation der Ergebnisse angedacht, bevor die Teilnehmenden mit einem Apéro verabschiedet werden.

Der ganze Anlass kann derweil im Stream auf der Website von zueriost.ch verfolgt werden. 

Welche Challenges gibt es beim Wetziker Hackathon?

Während den beiden Hackathon-Tagen werden beispielsweise für die folgenden Challenges Lösungen entworfen oder neue Ansätze entwickelt.

  • «WetziJob 2.0» (Weiterentwicklung Sackgeldbörse WetziJob mit lokalen Auftraggebern)
  • «eMobilität» (Bedarf und mögliche Positionierung öffentliche Ladestationen)
  • «WetziCar» (Aufbau und Betrieb einer Car-Sharing Flotte in Wetzikon)

Eingebracht wurden diese Challenges im Vorfeld von Partnern und Sponsoren, wie beispielsweise auch Unternehmen wie Belimo oder der Hiag. «Wir haben keinen Anspruch darauf, dass alle Challenges vollständig bearbeitet werden», sagt Stefan Lenz.

Es gehe auch darum, dass es zwischen den eingebrachten Herausforderungen einen Konkurrenzkampf gebe. «Die Challenge-Owner müssen bei der Präsentation ihrer Probleme aktiv um Teilnehmende werben.»

Wieso sollte ich am Hackathon teilnehmen?

«Teilnehmende können sich an einem innovativen Prozess mit ihrer ganzen Kreativität einbringen», sagt Projektkoordinator Lenz. Jeder, auch ohne technische Kenntnisse, könne seine eigenen Kompetenzen einbringen und dabei. «Wir brauchen mehr als nur Nerds und Hacker.»

Gleichzeitig kann der Anlass genutzt werden, um neue Kontakte zu knüpfen und das bestehende Netzwerk zu erweitern. Und Menschen aus unterschiedlichen Branchen können aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennengelernt werden.

Bislang haben sich gemäss Lenz bereits 60 Personen angemeldet. Damit sei man im erwartbaren Rahmen. «Für die Bearbeitung möglichst vieler Problemstellungen dürften es aber schon noch mehr Anmeldungen sein», erklärt Lenz.

Züriost-Challenge
Auch die Zürcher Oberland Medien haben eine Problemstellung für den Hackathon geliefert: «Clever tanken». Kann im Rahmen des Anlasses eine App entwickelt werden, die täglich aufzeigt, wo es im Oberland die günstigen Möglichkeiten gibt, Benzin oder Diesel zu tanken? Der Smart City Hackathon wird es zeigen. (erh)

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