Altes Schulhaus soll an die Gemeinde Fällanden verkauft werden
Das Alte Schulhaus in Fällanden wird wohl den Besitzer wechseln. Die reformierte Kirchgemeindeversammlung Fällanden hat am Sonntag beschlossen, dem Verkauf an die Politische Gemeinde zuzustimmen.
Thomas Schaad, Aktuar der Kirchenpflege und designierter Kirchenpflegepräsident, sagt auf Anfrage, dass die Stimmberechtigten dem Antrag der Behörde gefolgt sind. 27 hätten für den Verkauf gestimmt, vier dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.
900’000 Franken soll die Politische Gemeinde Fällanden für das Alte Schulhaus bezahlen, das heute unter anderem dem Verein Jugendarbeit als Unterkunft dient. Das letzte Wort haben aber die Stimmbürger an der nächsten Gemeindeversammlung im September. Die Eigentumsübertragung wird bei einem Ja per 1. Januar 2023 erfolgen.
«Das Gebäude ist ein zentrales Element der Fällander Verkehrspolitik»
22.10.2021

Gemeinde prüft Kauf des alten Schulhause
Der Gemeinderat will das alte Schulhaus beim Sternenkreisel kaufen und damit das Verkehrsproblem Beitrag in Merkliste speichern Diskussionslos ging der Verkauf gemäss Schaad an der Kirchgemeindeversammlung dennoch nicht durch. So habe ein Stimmbürger einen Antrag gestellt, das Gebäude für 400’000 Franken – also für eine halbe Million günstiger – zu verkaufen. Ein weiterer Antrag desselben Stimmbürgers sollte den Fällander Gemeinderat verpflichten, dass dieser das Schulhaus mindestens zehn Jahre in seinem Besitz behält.
«Der Gemeinderat hat keinerlei Absichten, das Alte Schulhaus an den Kanton zu verkaufen.»
Tobias Diener (FDP), Gemeindepräsident Fällanden
Damit habe der Stimmbürger vermeiden wollen, dass die Gemeinde das Gebäude an den Kanton weiterverkauft, sagt Schaad. Dieser hegt die Absicht, das Schulhaus abzubrechen, um die enge Kantonsstrasse an dieser Lage verbreitern zu können. Doch beide Anträge waren laut Schaad chancenlos.
Wichtiges Gebäude für Gemeinde
Gemeindepräsident Tobias Diener (FDP) macht auf Anfrage klar: «Der Gemeinderat hat keinerlei Absichten, das Alte Schulhaus an den Kanton zu verkaufen.» Zwei wichtige Punkte aus Sicht der Gemeinde seien mit dem Gebäude verbunden. Erstens könnten so weiterhin der Verein Jugendarbeit oder auch andere Vereine die Räume nutzen. «Wobei die Jugendarbeit prioritär behandelt wird.»
Zweitens könne nun die gesamte Stimmbevölkerung beim Verkehrsregime im Zentrum Fällandens mitreden. «Das Schulhaus wirkt heute mit seiner Lage wie ein Zapfen, vom dem abhängt, wie der Verkehr durchs Dorf fliesst. Die Stimmberechtigten entscheiden auch hier letztlich, ob das so bleibt oder nicht.»
