Erst hatte ein Rekurs den Baubeginn am Mehrzweckgebäude Speicher massiv verzögert, danach sorgte der Baugrund für eine unangenehme Überraschungen: Weil die benachbarte Glatt zu viel Wasser in die Baugrube drückt, konnte der aufgeweichte Boden das Gewicht der Bagger nicht mehr tragen, worauf die Aushubarbeiten eingestellt wurden.
Das war Mitte März. Seit kurzem sind die Bauarbeiten am 8,5-Millionen-Projekt zwar wieder im Gang, gemäss Stefanie Pfändler, Projektleiterin Stadtplanung, wird es aber zu einer mehrmonatigen Verzögerung kommen.
So war vorgesehen, den «Speicher» Ende Juni 2023 zu eröffnen, nun gehen die Planer von Mitte Oktober aus. «Wir haben vom Stadtrat den Auftrag, so viel Zeit wie möglich aufzuholen», sagt sie. «Wir werden selbstverständlich versuchen, einen Teil der verlorenen Zeit wieder aufzuholen, aber bei einem Projekt dieser Grösse kann man auch weitere Verzögerungen nie ganz ausschliessen.» Eine Eröffnung im Oktober erachtet Pfändler darum als realistisch.
Gutachter rechnete nicht mit Problemen
Die Verantwortlichen seien sich sehr wohl bewusst gewesen, dass «im Grundwasser» gebaut werde, so Pfändler. Dass der Boden dermassen viel Wasser führe, habe man jedoch nicht erwarten können, da man sich bei der Beurteilung auf ein geologisches Gutachten gestützt habe. «Letztlich geht es in solchen Untersuchungen aber immer auch um Wahrscheinlichkeiten, eine absolute Sicherheit hat man erst mit dem Aushub.»

