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«Ein Themenweg muss nicht zwingend am Tössufer entlangführen»

Nach den Sommerferien soll das Projekt «Erlebnisraum Tösstal» konkrete Formen annehmen. Gemäss Projektleiter Ueli Erb laufen die Vorbereitungen dazu auf Hochtouren.

Ueli Erb setzt sich für einen neuen Lehrpfad im Tösstal ein.

PD

«Ein Themenweg muss nicht zwingend am Tössufer entlangführen»

Startlöcher graben für die nächste Phase – so beschreibt Ueli Erb die momentane Arbeit für das neue Projekt «Erlebnisraum Tösstal». Der heute bestehende Tössweg 91 umfasst rund 50 in die Jahre gekommene Informationstafeln. Eine Projektgruppe will diese nach Erkenntnissen der heutigen Zeit ersetzen und das Tösstal so für Besucherinnen und Besucher der Region attraktiver gestalten.

Bereits haben die Gemeinden Bauma, Wila, Fischenthal, Turbenthal und Wald ihre Zusage für einen Sockelbeitrag von 25’000 Franken für die weiteren Arbeiten und dem Beitritt zum Trägerverein zugestimmt. «Die Gemeinde Zell erteilte dem Vorhaben eine Absage», sagt Projektleiter Ueli Erb. «Und die Gemeinde Wildberg signalisierte zwar Interesse, doch würden die nötigen Ressourcen momentan nicht vorhanden sein.»

Frankengenaue Prüfung

Aber auch ohne die Teilhabe von Zell und Wildberg soll es mit der Planung weitergehen. «Jetzt geht es darum, die 18 Module, die wir für verschiedene Inszenierungen und Themenwege durch das Tösstal geplant haben, auf ihre Priorität und frankengenau auf ihre Erstellungs- und Folgekosten zu prüfen», sagt Erb. Dies sei wichtig, um weitere Sponsoren für das Projekt gewinnen zu können.

Denn nur mit namhaften Beiträgen von Dritten können die rund 4 Millionen Franken gestemmt werden, mit denen das Projektteam momentan für die Umsetzung rechnet. Dessen Mitglieder hoffen, dass neben Gönnern auch gemeinnützige Fonds und Stiftungen einen Teil der Kosten übernehmen wird. Rund zwei Millionen müssten bei einer gleichzeitigen Realisierung aller Teilprojekte durch die Trägergemeinden übernommen.

«Bereits haben wir einige vielversprechende Kontakte knüpfen können», sagt Erb. Konkrete Anfragen können aber erst platziert werden, wenn der Verein gegründet und ein Präsidium gewählt ist.

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Eine Schatzsuche entlang der Landenberger Burgruinen. Beitrag in Merkliste speichern Die Vorbereitungen für die Gründung dieses Vereins «Erlebnisraum Tösstal» seien momentan die Hauptaufgabe des Teams. Er soll aus Vertretern der Gemeinden gebildet werden, die ihre Unterstützung zugesichert haben. «In dieser Anfangsphase müssen wir in kleiner Runde schnell Entscheidungen fällen können», sagt Erb.

Langfristig sei es eine Überlegung wert, einen zusätzlichen Gönnerverein zu gründen, dem sich auch Einzelpersonen oder Vereine anschliessen könnten. Doch momentan werden erst einmal die Statuten für den Trägerverein ausgearbeitet. «Nach den Sommerferien sollte die Konzeptphase abgeschlossen und der Verein gebildet sein», sagt Erb. «Dann können wir die nächsten konkreten Arbeiten anpacken.»

Und dann soll auch die breite Bevölkerung erstmals involviert werden. «Rund 120 Fachleute sind bereits in das Projekt eingebunden», sagt der Projektleiter. Mit einem Flyer werden die Bewohner des Tösstals spätestens im Herbst um ihre Meinung angefragt. «Bestimmt gibt es noch viele weitere Leute, die einen Erfahrungs- oder Wissensschatz haben, den sie beisteuern können.»

Angst vor Überlastung des Tösstals

Zudem gehe es auch darum, allfällige Ängste abzubauen. «Man hört immer wieder die Befürchtung, dass noch mehr Freizeitverkehr das Tösstal überlasten könnte», sagt Erb, der selber in Wila wohnt. Auch er mache die Beobachtung, dass an schönen Wochenenden der Weg neben der Töss «völlig überlaufen» ist. «Aber ein Themenweg im Tösstal muss ja nicht zwingend am Tössufer entlangführen.»

Es sei ein wichtiger Aspekt der ganzen Planung, eine sinnvolle Benutzerführung zu entwickeln. Dazu gehöre etwa auch ein Konzept, um Abfallberge bei den Grillstellen zu vermeiden.

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Hat es entlang der Töss Platz für mehr Touristen? href=”/flag/flag/np8_favorites/3303395?destination=batch&token=Hll4IyiFll9qxx-LMOuMf5Ne12amtGJ46HKcCWaktzc” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3303395 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Die Standortförderung Zürioberland, die das Projekt unterstützt, hat festgehalten, dass der neue Themenweg eine «touristische Wertschöpfung» ergeben soll. «Nun gilt es, eine Wertschöpfung zu generieren, die nicht einfach die Zahl der Spaziergänger entlang der Töss verdoppelt», sagt Ueli Erb. Er stellt sich viel mehr vor, dass buchbare Angebote wie etwa geführte Exkursionen mit einem anschliessenden Besuch in einem lokalen Restaurant verbunden werden.

Ranger als Option

Das Thema Überlastung sei wohl das heikelste Element im ganzen Planungsprozess. Um die Besucherströme in die richtigen Bahnen zu lenken und gleichzeitig informieren zu können, werde darum ein Rangerdienst geprüft, analog zu den Rangern am Greifensee oder Pfäffikersee.

Nach den Sommerferien, wenn der Verein gegründet ist, steht also einiges an Arbeit für das Projektteam an. «Es fühlt sich momentan an wie ein grosses Luftholen vor dem Sprung», sagt Erb.

Dabei soll der neue Themenweg auf keinen Fall eine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten wie etwa dem Freddy-Fratzel-Erlebnisweg in Wildberg sein, sondern eine Ergänzung. «Hoffentlich können wir einzelne Teilbereiche des Projektes schon im Laufe des Jahres 2023 umsetzen.»

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