Für einige Sekunden sah es so aus, als würde die Pfäffiker Gemeindeversammlung nach der Jahresrechnung 2021 auch den Kredit für die Sanierung des Krebsiweihers und die Offenlegung des Gemisbächlis ohne Diskussion durchwinken. Auf die Frage von Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP), ob sich jemand zum Traktandum äussern wolle, blieb es unter den 79 Anwesenden äusserst lange still. Danach wurde dafür umso mehr diskutiert.
Zuerst hatte Bauvorstand Lukas Steudler (FDP) das Projekt präsentiert. Um zu vermeiden, dass der Krebsiweiher unter das Stauanlagengesetz falle, müsse man jetzt Massnahmen ergreifen und zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes eine Sanierung vorantreiben. «Sonst schreiben Bund und Kanton vor, welche Sanierungsmassnahmen zu vollziehen sind – und die Kosten würden um ein x-Faches höher ausfallen.»
Frist mehr als ausgereizt
Unter anderem soll die Dammhöhe vereinheitlicht werden, die Schwellenhöhe um 20 Zentimeter abgesenkt und ein Schwemmholzrechen eingebaut werden. Beim Gemisbächli müsste der bestehende, sanierungsbedürftige Kanal vergrössert werden. Doch gemäss geltendem Gewässerschutzgesetz darf die Eindolung nicht ersetzt werden.

