Für die Dübendorfer ist das Sagentobel die grüne Speerspitze im Kampf gegen die Zooseilbahn. Die breit formierte Gegnerschaft aus Stadtrat, Anwohnern und Grundeigentümern argumentiert unter anderem mit dessen Schutzwürdigkeit. Das Gebiet erstreckt sich zwischen Dübendorf und Zürich und gehört zum Kantonalen Inventar der Landschaftsschutzobjekte.
Bestens vertraut mit den Voraussetzungen für die Aufnahme in dieses Inventar ist Stefan Racheter, Fachleiter Landschaft ad Interim beim kantonalen Amt für Raumentwicklung. «Es ist ein weitgehend naturbelassenes Tobel und erfüllt damit ein wichtiges Aufnahmekriterium für eine Gewässerlandschaft. Zudem ist es als eines der grössten Tobel im Glattal bedeutend für die Region», sagt Racheter bei einem Treffen auf dem Stadtweg nahe Stettbach.
«An den Rutschungen im Gelände ist gut zu sehen, dass es sich um ein aktives Tobel handelt.»
Stefan Racheter, Fachleiter Landschaft ad Interim Amt für Raumentwicklung
Von hier geht es über den Sagentobelweg in das besagte Gebiet. Von geschützter Natur ist erstmal wenig zu spüren, weil dafür erst eine Viehweide durchquert werden muss. Die Route setzt sich in einem komfortablen Waldweg fort, auf dem gut eine vierköpfige Familie nebeneinander lustwandeln kann, hinauf Richtung Zoo, «Es braucht auch in einem schützenswerten Gebiet eine gewisse Zugänglichkeit», sagt Racheter.
Er zeigt auf einen steilen Abhang, an dem Wasser herunterläuft. «An den Rutschungen im Gelände ist gut zu sehen, dass es sich um ein aktives Tobel handelt.»

