Anfang April rechnete Patrick Vollenweider vom Talacherhof in Illnau noch damit, allenfalls bis Ende Mai warten zu müssen, um die ersten Erdbeeren zu ernten. Nun hat er aber schon länger alle Hände voll zu tun. «Im April waren die Pflänzchen noch eher im Rückstand», sagt er. «Doch mit dem schönen Wetter im Mai haben sie so dermassen aufgeholt, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.»
Es ist aber nicht nur die Wärme, die in diesem Jahr für einen fulminanten Start in die Erdbeersaison gesorgt hat. «Da es auch trocken war, hatten wir viel weniger Probleme mit Krankheiten oder Fäulnis», sagt Vollenweider.
Acht verschiedene Sorten
Dies sah im letzten Jahr anders aus. Die Regenperiode verdarb dem Landwirt einen grossen Teil der Ernte. «Im Normalfall pflücken wir rund zehn Tonnen Erdbeeren pro Saison. Im letzten Jahr waren es nur knapp sechs.» Aktuell rechnet er damit, dass er und sein Team in diesem Jahr die 10-Tonnen-Marke sogar knacken könnten.
Es gibt weit über 30 verschiedene Erdbeersorten, die sich in Geschmack und Grösse unterscheiden. «Und zu unterschiedlichen Zeiten reif sind», sagt Vollenweider. Auf dem Talacherhof werden acht verschiedene Sorten angebaut, um möglichst lange möglichst viele Früchte ernten zu können. So ist etwa «Glorielle» eine der ersten Sorten, die gepflückt werden kann, den Abschluss macht dann «Malvina».

