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FDP fordert moderate Überbauung statt grüner Freifläche

Auf die Initiative der Grünen folgt jene der FDP – die Sophie-Guyer-Wiese neben dem Bahnhof Pfäffikon ist hochbegehrt. Die Vorstellung der Freisinnigen: Eine Kombination aus Wohnen, Erholung und Parkieren.

Die Sophie-Guyer-Wiese ist eine der letzten unbebauten Flecken in Pfäffikon.

Archivfoto: Seraina Boner

FDP fordert moderate Überbauung statt grüner Freifläche

Dem Pfäffiker Gemeinderat geht die Arbeit in Sachen Sophie-Guyer-Wiese so schnell nicht aus. Nicht einmal eine Woche, nachdem die Grünen ihre Initiative mit Begehrlichkeiten bezüglich der Nutzung der Grünfläche eingereicht haben, legt die FDP nach. Beide Parteien haben ihre Anliegen bereits in den Workshops zum Pfäffiker Raumentwicklungskonzept eingebracht und nun mit einer Initiative nachgedoppelt.

Die Sophie Guyer Wiese befindet sich in der Zone für öffentliche Bauten und den Zweckbestimmungen des Legats von Sophie Guyer. Deswegen beauftragt die FDP Pfäffikon den Gemeinderat, die Neugestaltung und künftige Bebauung der Parzelle bis Ende 2023 mit einer Machbarkeitsstudie zu prüfen.

Pfäffiker Streitobjekt soll Erholungszone werden

04.05.2022

Forderung der Grünen

Wie soll die Sophie-Guyer-Wiese in Pfäffikon langfristig genutzt werden? Beitrag in Merkliste speichern Die Studie soll eine Umsetzungsplanung enthalten und der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet werden. Mit der Machbarkeitsstudie will die FDP planungsrechtliche Sicherheit schaffen, damit die Gemeinde unter Mitwirkung der Bevölkerung anschliessend eine Neugestaltung und Teilüberbauung der Parzelle in die Wege leiten kann.

«Auf den Baufeldern soll ein Mix von Wohnungen für ältere Menschen und Familien entstehen. Ein Gewerbeanteil ist möglich, muss sich aber gut vermarkten lassen und im Gesamten gut einfügen», heisst es im Initiativtext.

Bedürfnis nach preisgünstigem Wohnen

Ferner sollen auch die heutigen Parkplätze am Bahnhof Nord sowie die alle Veloabstellplätze unterirdisch in den Bauten untergebracht werden. Als Baurechtnehmer wünscht die FDP eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft, welche das «bestehende Bedürfnis nach preisgünstigem Wohnen» abdeckt.

Die Teilüberbauung soll derweil eine hohe «Qualität und Nachhaltigkeit» aufweisen. Darin enthalten sollen auch Freiräume für Begegnungen und zum Verweilen sein. «Ein mögliches Gastro-Angebot in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs könnte die Attraktivität steigern.»

« Die verkehrsgünstige Lage direkt am Bahnhof spricht explizit für ein entsprechendes Projekt.»
Initiativtext FDP Pfäffikon

Grün würde die Parzelle aber auch im Vorhaben der FDP bleiben – zumindest teilweise. Auf rund 25 bis 33 Prozent der Gesamtfläche soll ein parkähnlicher Freiraum entstehen. «Diese freigehaltene Zone könnte interimistisch durch die Bewohner des Alterszentrums Sophie Guyer und die gesamte Bevölkerung genutzt werden und dient langfristig als Reserve für künftige Generationen.» Einen Verkauf der Parzelle oder Teilen davon soll explizit ausgeschlossen werden.

Die FDP erachtet eine Verdichtung des Zentrums, wie im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Raumentwicklungskonzept gefordert, für sinnvoll. «Eine massvolle Bebauung der Wiese würde diesem Konzept entsprechen. Die verkehrsgünstige Lage direkt am Bahnhof spricht explizit für ein entsprechendes Projekt», heisst es in der Initiative. 

Steuerzahler entlasten

Weiter geht die Partei davon aus, dass Baurechtszinsen und allfällige weitere Erlöse im Bereich von jährlich mindestens 500‘000 Franken anfallen werden. Diese könnten für die Zweckbestimmung des Legats Sophie Guyer verwendet werden. Damit würde der Steuerzahler von Ausgaben im Bereich der Altersarbeit entlastet.

«Zudem wäre auch die unterirdische Parkierung von Autos und Velos als Abrundung zum derzeit neu zu planenden Bushof am Bahnhof eine weitere Aufwertung des Zentrums.» Für die Planung empfiehlt die FDP abschliessend, die Bevölkerung in Workshops miteinzubeziehen.

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