Der Klimawandel, das kürzlich revidierte kantonale Energiegesetz, die steigenden Ölpreise, die unberechenbare geopolitische Lage – die Abstimmungsvorlage zur Errichtung eines Fernwärmenetz im Zentrum Rütis ist wahrlich zu einem guten Zeitpunkt gekommen. Die Rütnerinnen und Rütner haben denn auch den dazu notwendigen Kredit über 14,9 Millionen Franken an der Urne mit einem Ja-Anteil von 74,41 Prozent bestätigt. Die Stimmbeteiligung betrug 39,16 Prozent.
Damit können nun die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Vorgesehen ist der Bau der Energieverbundes Rüti Zentrum. Einem Netz, das mithilfe der Abwärme der Kläranlage, der Kühlräume des Krematoriums, der Holzschnitzelheizung des Alterszentrums Breitenhofs und einem Gaskessel rund 150 Liegenschaften beheizen kann.
Weitere Fernwärmeverbünde hat die Gemeinde in ihrem Energieplan vorgesehen, als nächstes dürfte das Vorprojekt für einen Wärmeverbund mit einer Holzschnitzelheizung rund um die Sekundarschulhaus auf Tapet kommen.
Ein anderes Grossprojekt, an dem Rüti als eine von insgesamt sieben Gemeinden ebenfalls beteiligt ist, ist das letzte Woche verkündete Fernwärmeprojekt «Fernwärme Zürcher Oberland». Hierbei soll die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage KEZO genutzt werden. Aktuell sind dort Machbarkeits- und Trägerschaftsstudien in Arbeit.

