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Überbauung an Wetziker Schellerstrasse geplant

An der Schellerstrasse stehen derzeit Bauvisiere. Auf dem Grundstück will die Igeba Baugenossenschaft bis im Herbst 2024 fünf Häuser erstellen.

68 Wohnungen sollen auf dem Areal Morgental gebaut werden., 120 bis 150 Personen werden in die Siedlung in der Nähe des Bahnhofs einziehen., Thomas Dietliker und Hansruedi Keller sind davon überzeugt, dass die Wohnungen schnell vermietet werden können.

Foto: Bettina Schnider

Überbauung an Wetziker Schellerstrasse geplant

Gleich hinter dem Bahnhof Wetzikon gibt es an der Schellerstrasse eine grosse, unbebaute Fläche. Doch das wird sich bald ändern.

Die Igeba Baugenossenschaft will auf dem Areal Morgental eine Überbauung mit 68 Wohnungen erstellen. Das Baugesuch hat sie im Februar eingereicht. «Wir hoffen, dass wir die Bewilligung bis im Sommer haben», sagt Thomas Dietliker, der Präsident der genossenschaftlichen Baukommission.

Der Baustart soll im nächsten Januar erfolgen. «Bis im Herbst 2024 sind die Wohnungen voraussichtlich bezugsbereit», ergänzt er.

Erweiterung ist möglich

Mit Widerstand aus der Nachbarschaft rechnet Genossenschaftspräsident Hansruedi Keller nicht. «Wir haben unsere Nachbarn früh über das Projekt informiert und  bisher keine negativen Rückmeldungen erhalten.»

Geplant sind im Gebiet Morgental fünf Häuser. «Das Land konnten wir von einem unseren Genossenschaftsmitglieder erwerben», sagt Keller.

Die Igeba Genossenschaft wurde 1947 von Wetziker Unternehmen und Gewerbebetrieben gegründet, da nach den Kriegsjahren im Oberland grosse Wohnungsnote herrschte. Auch wenn die Igeba sich durch ihre Mitglieder von anderen Mieter-Genossenschaften unterscheidet, kommt der soziale Gedanke nicht zu kurz.

«Wir wollen unsere Wohnung zu anständigen Preisen vermieten und keine Luxusbauten erstellen», meint Genossenschaftspräsident Hansruedi Keller. Seit ihrer Gründung hat die Igeba in elf Bauetappen Häuser erstellt und verfügt aktuell über 259 Mietwohnungen. Im August feiert die Genossenschaft ihr 75-Jahr-Jubiläum.

Doch die Überbauung hätte sogar noch grösser ausfallen können. «Die Nachbarparzellen gehören der Stadt», erklärt Keller.

Es gab auch Gespräche, ob man nicht das ganze Areal überbauen könnte. «Aber die Gemeinde hat sich schlussendlich dagegen entschieden.» Wohl auch, weil sie dann Wendeplatz hätte zurückbauen müssen, vermutet Keller.

Man sieht eine Karte mit dem Areal Morgental in Wetzikon. Ebenfalls eingezeichnet sind die Zürichstrasse und der Bahnhof.

«Nun bauen wir einfach auf unserem Grundstück», sagt Dietliker. «Doch das schliesst nicht aus, dass die Siedlung dereinst auf den städtischen Parzellen erweitert wird.»

Städtisch orientierte Naturliebhaber

Wer dereinst in eine der 68 Wohnungen zügelt, dass können die beiden Verantwortlichen noch nicht abschätzen. «Wir gehen davon aus, dass etwa 120 bis 150 Personen einziehen werden», schätzt der Baukommissionspräsident.

Doch das hänge von verschiedenen Faktoren ab. «In einer Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung kann eine Person alleine oder eine dreiköpfige Familie wohnen.»

«Wir gehen davon aus, dass das Oberland weiterwächst und mehr Leute nach Wetzikon ziehen.»
Hansruedi Keller, Genossenschaftspräsident Igeba

Angestrebt werde ein guter Mix, von jung bis alt. «Da die Überbauung sehr zentral gelegen ist mit einer sehr guten ÖV-Anbindung, rechnen wir damit, dass Leute kommen, die eher städtisch orientiert sind und trotzdem die Nähe zur Natur schätzen», glaubt Dietliker.

Genossenschaftspräsident Keller ist davon überzeugt, dass die Wohnungen ohne Probleme vermietet werden können. «Wir gehen davon aus, dass das Oberland weiterwächst und mehr Leute nach Wetzikon ziehen.»

Andernfalls hätte die Igeba das Projekt gar nicht angegangen: «Wir wollen keine Wohnungen bauen, die dann einfach leer stehen», betont Keller. «Da würden sich unsere Genossenschafter postwendend beklagen.»

Igeba geht nicht mit dem Trend

Die Überbauung Morgental ist das zwölfte Bauprojekt der Igeba seit ihrer Gründung vor 75 Jahren. Die letzte Bauetappe hatte sie 2015 mit einer Überbauung an der Neufeldstrasse abgeschlossen.

Weitere Etappen seien derzeit nicht geplant, erklärt Keller. «Wir können nicht parallel zwei bis drei Projekte stemmen.» Wenn sich eine Möglichkeit ergebe, dann prüfe man diese.

«Es liegt im Trend, möglichst viele neue Wohnungen zu bauen. Doch wir wollen auch alle unseren älteren Liegenschaften gut unterhalten», meint Keller. Das sei ebenfalls viel Arbeit.

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