Neuer Standort im Tösstal geplant
Der Rettungsdienst Winterthur will seine Hauptwache am Spital Winterthur und die Wache Süd-West in Kemptthal durch weitere Standorte in Andelfingen (Wache Nord) und im vorderen Tösstal (Wache Süd-Ost) ergänzen.
Dies schreibt das Kantonsspital Winterthur (KSW) in einer Mitteilung. Darin wird Markus Huggler, Leiter des Rettungsdiensts, zitiert.
Gemäss seinen Angaben wurde d ie dezentrale Standortstrategie nötig, um die Vorgaben des Interverbands für Rettungswesen und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich weiterhin zu erfüllen.
Bei der Feuerwehr zur Untermiete
Die Rettungsfahrzeuge müssen in 90 Prozent aller Fälle, in denen Lebensgefahr besteht oder vermutet wird, den Einsatzort in maximal 15 Minuten erreichen. So verlangen es die Richtlinien. « Aus notfallmedizinischen Überlegungen arbeiten wir sogar auf zehn Minuten hin», sagt Huggler.
Die neue Wache in Andelfingen ist seit dem 1. Februar in Betrieb. Sie befindet sich im Feuerwehrdepot, das dafür extra ausgebaut wurde. Dort ist ein Rettungswagen mit einer Zweierbesatzung stationiert. Und zwar rund um die Uhr während sieben Tagen in der Woche.
Das Tösstal besser versorgen
Im Gegensatz dazu wird die geplante Wache im Raum vorderes Tösstal vorerst nur während des Tages besetzt. Wo genau der neue Standort sein wird, ist noch nicht klar.
«Das Rettungswesen wird sich in den nächsten Jahren noch verändern.»
Markus Huggler, Leiter Rettungsdienst Winterthur
Voraussichtlich aber im Raum Kollbrunn, erklärt Markus Huggler auf Anfrage. «Die äussere Grenze wäre der Bahnübergang in Rikon.» So wären das Einzugsgebiet bis Wila aber auch die Region um Winterthur gut erreichbar.
Die Absicht sei, das Tösstal besser zu versorgen und gleichzeitig die Einsatzfähigkeit vom Stützpunkt in Winterthur weiter zu gewährleisten.
Suche nach passender Lokalität
Bei der Suche nach der Lokalität hat sich der Leiter des Rettungsdiensts keine Deadline gesetzt. «Das Rettungswesen wird sich in den nächsten Jahren noch verändern», sagt er. Daher sei man auf der Suche nach einem Mietobjekt und wolle nichts Eigenes bauen.
Ganz so einfach ist dieses Vorhaben jedoch nicht. Nicht jedes verfügbare Gebäude eignet sich. «Vieles muss zusammenpassen, damit ein Objekt in Frage kommt», betont Huggler. Zum Beispiel die Zugänglichkeit oder die Lage. So sei es nicht sinnvoll, wenn die Wache direkt neben einem Kindergarten stehen würde.
Der Rettungsdienstleiter ist trotzdem zuversichtlich: «Vielleicht finden wir schon nächste Woche etwas. Und sonst in den kommenden Monaten.»

