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Gemeinderat nimmt Stellung zu offenem Brief

Anfang März hatten die Hittnauer Ortsparteien Kritik an der Planung der Alterswohnungen im Luppmenpark geübt. Nun legt der Gemeinderat seine Antwort vor.

So könnte es auf dem Areal des Luppmenparks in Hittnau in wenigen Jahren aussehen.

Visualisierung: PD

Gemeinderat nimmt Stellung zu offenem Brief

Forum Hittnau, FDP und SVP waren sich einig: In Bezug auf die Planung der neuen Alterswohnungen auf dem Luppmenareal sind zu viele Fragen offen.

Ihre Sorgen äusserten sie in einem offenen Brief an den Gemeinderat. So sei etwa der Zeitplan zu sportlich, zu viele finanzielle Fragen offen und die Bevölkerung zu wenig involviert worden.  

Bereits im September soll über den Baurechtsvertrag mit der Genossenschaft Alterswohnungen Luppmenpark (GAL), unter derer Bauherrschaft die Alterswohnungen einst entstehen sollen, abgestimmt werden. Bisher seien aber primär die Mitglieder der GAL um ihre Meinung angehört worden, nicht die breite Bevölkerung.

«Klarer Auftrag» der Bevölkerung

Jetzt hat der Hittnauer Gemeinderat Stellung bezogen. So listet er in seiner Antwort vier Gemeindeversammlungen auf, an denen seit dem Jahr 2017 die Alterswohnungen thematisiert wurden. «Zusätzlich fand 2020 eine Mitwirkungsveranstaltung statt und im Oktober 2021 eine dreitägige Präsentation der Ergebnisse des Projektwettbewerbs.»

Sämtliche Veranstaltungen seien für die gesamte Bevölkerung uneingeschränkt zugänglich gewesen und damit keine «internen GAL-Veranstaltungen», wie dies von den Parteien dargestellt werde. Zusätzlich seien Vertretungen der Ortsparteien im Dezember und im März zu einem Informationsaustausch eingeladen worden.

Kritik an der Planung der Alterswohnungen

15.03.2022

Luppmenparkareal Hittnau

In einem offenen Brief adressieren die Hittnauer Ortsparteien ihre Sorge um die Planung der neuen Beitrag in Merkliste speichern «Vor diesem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, wie die Parteien zur Auffassung gelangt sind, die Hittnauer Bevölkerung sei bisher ungenügend einbezogen worden», heisst es im Brief. Der Gemeinderat fühle sich dem «mehrfach erteilten, klaren Auftrag der Bevölkerung» verpflichtet, zusammen mit der GAL die Realisierung von altersgerechtem Wohnraum auf dem Luppmenareal voranzutreiben.

Enge Zusammenarbeit

Die Ortsparteien hatten zudem bemängelt, es sei nicht klar, was die Zielsetzung des Gemeinderats mit dem Luppmenareal sei und mit welchen Vorgaben die GAL die Planung vorangetrieben habe. «Bei den bisherigen Schritten –  insbesondere Gestaltungsplan und Projektwettbewerb — lag der Lead und damit die Verantwortung beim Gemeinderat», stellt dieser jetzt klar.

Die GAL sei in beratender Funktion eng mit einbezogen worden. «Deren Engagement wird auch weiterhin nötig und noch zentraler sein als bisher, denn mit der Genehmigung des Baurechtsvertrags wird die Hauptverantwortung für die Weiterentwicklung des Projekts an sie übergehen.»

Komplexe Finanzfragen

Grundsätzlich stimmt der Gemeinderat mit den Parteien überein, dass derzeit noch etliche Fragen offen sind, insbesondere zu finanziellen Aspekten. «Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass in der Phase der Erarbeitung einer Vorlage noch einiges zu klären ist.»

«Ohne Finanzierungszusage einer Bank kommt der Baurechtsvertrag nicht zustande.»
Gemeinderat Hittnau

Was Finanzierungsfragen betrifft, seien diese komplex und erstrecken sich von den eigentlichen Investitionskosten über den Sanierungsbedarf der Altliegenschaften bis hin zu Landwert und Baurechtszins. «Nur in einer Gesamtsicht kann die Beurteilung einzelner Zahlen zu sinnvollen Aussagen führen.»

Grundsätzlich sei festzuhalten, dass die Finanzierung sowohl für die Bauphase als auch während des Betriebs Sache der GAL sein werde. Finanzinstitute, die als Kreditgeber infrage kommen, werden eine eingehende Prüfung der Trägerschaft vornehmen und auf einem griffigen Finanzierungskonzept bestehen. «Ohne Finanzierungszusage einer Bank kommt der Baurechtsvertrag nicht zustande.»

Zeitplan zweitrangig

Ob der angestrebte Zeitplan bis zur Urnenabstimmung Ende September zu sportlich sei, werde sich zeigen. Einig sei man mit den Parteien darin, dass der Zeitplan nicht der wichtigste Aspekt sein dürfe. «Entsprechend werden die Termine laufend mit der Entwicklung der Vorlage abgeglichen.»

Dass die Verwendung des Luppmenareals im Sinne des Geschenkgebers Emil Spörri — Schaffung von zeitgemässem Wohnraum für Hittnauerinnen und Hittnauer im dritten Lebensabschnitt — erfolgen soll, hätten die Hittnauer Stimmberechtigten wiederholt bekräftigt. «Es ist das Ziel des Gemeinderats, dies nun in einem absehbaren Zeithorizont Realität werden zu lassen.»

Die Vorbereitungen zur geplanten Urnenabstimmung würden derzeit intensiv vorangetrieben. Über den aktuellen Stand könne sich die Bevölkerung anlässlich der Informations- und Mitwirkungsveranstaltung vom Samstag, 7. Mai, um 9 Uhr in der Turnhalle Hermetsbüel in Kenntnis setzen.

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