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Politik

«Andere vererben Häuser, wir eine Schildkröte»

Vor 50 Jahren gefunden, seit 10 Jahren bei SP-Gemeinderätin Karin Niedermann zu Hause: Schildkröte Felix ist zwar betagt, nutzt trotzdem noch jede Möglichkeit, um auszubüxen. Eine kleine tierische Lebensgeschichte.

Zu den ältesten Mitgliedern der Ustermer Familie Schneider Niedermann gehört neben den Grosseltern auch ein ganz kleines, gepanzertes Geschöpf. «Meinem Vater lief vor 50 Jahren in St. Gallen auf der Strasse eine Schildkröte über den Weg», erzählt Karin Niedermann. Sie war damals sieben Jahre alt. «Ich erinnere mich, wie ich mit einer Freundin im Kinderbädli sass, als mein Vater uns das Tier hinstreckte.»

Seither gehört Schildkröte Felix zur Familie. Ein Zoofachhändler schätzte ihn damals auf 25 bis 30 Jahre – also ist er heute zwischen 75 und 80 Jahre alt. Die Lebenserwartung von griechischen Landschildkröten liegt zwischen 70 und 100 Jahren. Trotzdem ist er so aktiv wie eh und je. «Nur der Panzer sieht nicht mehr ganz so glatt aus», sagt Niedermann.

Loch im Panzer

Ihr Vater habe damals nach den Besitzern in St. Gallen gesucht, mit Inseraten, Aushängen, meldete den Fund sogar bei der Polizei. «Ohne Rückmeldung. Wir gehen darum davon aus, dass Felix ausgesetzt wurde.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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