Politik

SP und Grüne Wetzikon überreichen Wohninitiative

Mehr als 800 Wetziker Stimmberechtigte fordern mehr bezahlbare Wohnungen in der Stadt. So viele Unterschriften haben Kaspar Spörri und Brigitte Meier Hitz innert zwei Monaten gesammelt und nun dazu eine Volksinitiative beim Stadtpräsidenten eingereicht.

SP und Grüne Wetzikon überreichen Wohninitiative

«So einfach war es noch nie, in Wetzikon Unterschriften zu sammeln», sagt Brigitte Meier Hitz (SP). So hätten sie und Mitinitiant Kaspar Spörri (Grüne) «in Rekordzeit» 800 Unterzeichnende für ihre neu lancierte Initiative «Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon» gewonnen – und damit weitaus mehr als die erforderlichen 500.

Mit ihrer Initiative, die sie am Freitag dem Stadtpräsidenten Ruedi Rüfenacht (EVP) übergaben, wollen sie den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern und dafür sorgen, dass sich die Stadt dafür einsetzt, dass die Anzahl an Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete zunimmt.

«Zu hohe Mieten sind in Wetzikon ein in der Bevölkerung anerkanntes Problem. Mit der Wohninitiative haben wir einen wunden Punkt getroffen», meint Spörri. Wetzikon wachse schnell und überall werde gebaut. Die hohen Mieten seien für Familien mit Kindern, für Bevölkerungsgruppen mit tieferen Einkommen und ältere Personen oft eine grosse finanzielle Belastung.

Sozialkosten entlasten

Neue Wohnüberbauungen sollen sozial- und umweltverträglich gestaltet werden, ein gewisser Anteil an bezahlbarem Wohnraum soll garantiert sein, finden die Initianten. «Wir wollen in einer Stadt leben, die nachhaltigen Wohnraum schafft, und das für alle Bevölkerungsschichten, nicht nur für Privilegierte.» Dies werde letztlich auch die Sozialkosten der Stadt Wetzikon entlasten.

Der preisgünstige und ökologisch nachhaltige Wohnungsbau müsse gefördert werden. Heute betrage der Anteil genossenschaftlicher Mietwohnungen an allen vermieteten Wohnungen in Wetzikon nur etwa 10.3 Prozent. Ziel der Initiative sei ein Anteil von einem Fünftel an Mietwohnungen, die zu fairen Bedingungen vermietet werden.

«Wird die Initiative umgesetzt, werden diese Wohnungen zu kostendeckenden Mieten angeboten und sind der Spekulation entzogen», so die Initianten. Diese Wohnungen seien längerfristig bis zu 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen.

Der Stadtrat hat nun drei Monate Zeit, die Unterschriften zu prüfen und muss innerhalb der nächsten sechs Monate über die Rechtmässigkeit der Initiative entscheiden. (lah)

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