Bis zu 20 Katzen tummeln sich im Erdgeschoss des Hauses an der Alten Gfennstrasse 2 in Dübendorf. Im Wintergarten und im Wohnzimmer können es sich die Tiere auf Katzenbäumen oder in Katzenkörben gemütlich machen. Das Chatzestübli des Mutter-Tochter-Gespanns Uschi und Melanie Macias ist für viele Katzen ein sicherer Zufluchtsort, bis sie adoptiert werden.
Gemeinsam ist den Vierbeinern, dass sie aus irgendeinem Grund ihr Zuhause verloren haben oder niemals eines hatten. «Es gibt manchmal Leute, die ihre Katzen nicht mehr halten können, weil die Zeit fehlt oder weil sich die Lebensumstände geändert haben», sagt Melanie Macias. «Gründe können zum Beispiel ein Wohnortswechsel sein, Veränderungen in Beziehungen und Familienverhältnissen oder auch, wenn ältere Menschen ins Altersheim müssen.»
Katzen mit schwieriger Vergangenheit
Wenn jemand eine Katze abgibt, nehmen sich Melanie und Uschi Macias viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit den ehemaligen Besitzern. «Doch die Informationen, die wir erhalten, nehmen wir nicht immer für bare Münze», sagt Melanie Macias. «Ich beurteile die Katze dann, wenn sie sich im Chatzestübli einlebt.»
Die gelernte Tiefpflegerin weiss, dass manchmal auch Katzen bei ihr landen, die eine schwierige Vergangenheit hinter sich haben. Das zeige sich zum Beispiel an einer grossen Scheu oder auffälligem Verhalten. Diese Katzen benötigten dann viel Liebe und Aufmerksamkeit, um über ihre negativen Erlebnisse hinwegzukommen.

