Seit 2011 vertritt René Truninger die SVP im Stadtparlament von Illnau-Effretikon, seit acht Jahren präsidiert er deren Fraktion. In diesem Frühjahr hat er nun den grossen Sprung gewagt und sich zusätzlich zum Parlament auch noch für den Stadtrat und das Stadtpräsidium aufstellen lassen.
Mit seinen Kandidaturen für die Exekutive ist der Unternehmer klar gescheitert, als einziger der zehn etablierten Kandidaten hat er das absolute Mehr verpasst. Die Wahl ins Stadtparlament ist ihm indessen sicher gelungen, mit 1849 Stimmen erzielte Truninger das drittbeste Resultat seiner Partei.
Dennoch hat sich Truninger nun entschlossen, in der kommenden Legislatur auf seinen Sitz zu verzichten. Für ihn rückt der 26-Jährige Luc Jacquat nach, der bei der Wahl 923 Stimmen auf sich vereinen konnte.
Chance für neue Gesichter
Was auf den ersten Blick überraschend anmuten mag, hat laut Truninger einen simplen Grund. «Ich hatte parteiintern schon im Vorfeld festgehalten, dass ich mich im Falle einer Nicht-Wahl voll auf den Kantonsrat konzentrieren werde», sagt der 54-Jährige. Und: «Natürlich war das Resultat enttäuschend. Aber als Politiker muss man das hinnehmen können.»

