Es brauchte eine Anfrage, ein Postulat, eine Motion, eine Korrektur der budgetierten Kosten und über alles gesehen ein paar Jahre Geduld – doch am Montag war es nun so weit: Der Gemeinderat votierte einstimmig für eine Beratungsstelle für Alters- und Pflegefragen. Wenn auch erst einmal nur befristet bis Ende 2024, weil der Stadtrat nach eigenen Angaben Zeit braucht, die Stelle mit den bestehenden Angeboten zu koordinieren. Stichworte: Synergien und die bereits oft zitierte Leistungsüberprüfung.
Eine konkrete Hausaufgabe erhielt die Regierung am Montag gleich mit. Sie solle prüfen, ob die Beratungsstelle auf Menschen mit einer Behinderung ausgeweitet werden könne, da diese oft mit denselben Fragen und Problemen konfrontiert seien.
246'000 Franken kostet die befristete Einführung der Stelle, die im Familienzentrum an der Wallisellenstrasse unterkommen wird. Geplant war ursprünglich ein Start per Anfang Juni. Gemäss Alexandra Freuler (SP) von der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) ist September jedoch realistischer. Dies hätten Abklärungen mit der Pro Senectute ergeben, die das Angebot vorderhand betreuen wird.
Geld ist vorhanden
Deutlich schwerer hatte es an dem Abend das Postulat, mit dem Links-Grün eine Senkung der Elternbeiträge für Mittagstisch und -betreuung forderte. Es genüge nicht, die Anzahl der Betreuungsplätze zu erhöhen, wie das die Primarschule vorsehe, sagte Erstunterzeichnerin Alexandra Freuler (SP). «Die Elternbeiträge müssen auch für tiefere und mittlere Einkommen bezahlbar sein, damit das Angebot wirklich in Anspruch genommen wird.»

