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Politik

Pfäffiker Bauvorstand: «Damit wird eine ganze Bevölkerungsschicht diskriminiert»

Bei Bauvorstand Lukas Steudler (FDP) hinterlässt der Rückweisungsantrag der RGPK zum Bushof Pfäffikon einen schalen Nachgeschmack. Nun will der Gemeinderat aber doch einen Mitwirkungsprozess anstossen.

Die Gemeinde Pfäffikon plant den Bau eines Bushofs für 8,7 Millionen Franken, die Kosten werden auf die Standortgemeinde und Nachbargemeinden aufgeteilt. Der neue Bushof soll dem Behindertengleichstellungsgesetz entsprechen und endlich genug Haltekanten für die Busse bieten. Der Zeitplan sieht die Fertigstellung bis Dezember 2024 vor – oder sah es zumindest. 

Denn am Montag hätte die Gemeindeversammlung den Projektierungskredit genehmigen sollen. Die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission stellte jedoch einen Antrag auf Rückweisung und Überarbeitung. Und die Versammlung schickte das Projekt zurück. 

Lukas Steudler, wie viel Hoffnung hatten Sie als Bauvorstand noch, dass der Projektierungskredit genehmigt wird?
Lukas Steudler: Ich war eigentlich bis kurz vor der Versammlung optimistisch, dass die Pfäffiker den Kredit genehmigen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Projekt – dessen Planung sich schon über einige Jahre hinzieht – gut und transparent vorbereitet und im Herbst an der öffentlichen Infoveranstaltung auch so der Bevölkerung präsentiert haben.

Scheinbar doch zu wenig. 
Dass wir die Planung nicht als Mitwirkungsprozess gestaltet haben, mag sich im Nachhinein als Fehler herausstellen. Es ist aber nicht nur ein Pfäffiker Projekt. Wir haben in den vergangenen Jahren auch viele Gespräche mit den Nachbargemeinden geführt, um sie mit ins Boot zu holen. Dies insbesondere bezüglich dem Kostenverteilschlüssel. Jetzt noch allzu viel zu verändern, ist darum nicht ganz einfach. Da es sich um ein technisches Infrastukturprojekt handelt, gibt es in vielen Bereichen gar nicht viel Spielraum.

An der Gemeindeversammlung nahmen 124 Stimmberechtigte teil. Das sind nicht gerade Viele – einerseits für Pfäffikon und andererseits für ein so umstrittenes Geschäft.
Ich war auch überrascht, allerdings eher von der Zusammensetzung. Ich hätte gedacht, dass ein Projekt, das so viele Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs betrifft, auch diese Personen anziehen wird. Beim Blick in die Versammlung musste ich feststellen, dass diese Gruppe wohl eher untervertreten war. Daher schwand auch bald meine Hoffnung auf ein Ja zum Kredit.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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