Es mag etwas pathetisch klingen, doch von der Hand zu weisen ist es nicht: Wir leben gegenwärtig in einer Welt, in der nur sicher ist, dass wenig sicher ist. Die Klimaerwärmung, die Pandemie, der Krieg in der Ukraine – die Gefahren bedrängen uns von allen Seiten. Sie sind inzwischen so nah, dass wir sie leibhaftig spüren.
Die Politik von Illnau-Effretikon mag damit auf den ersten Blick wenig zu tun haben, doch entziehen kann sie sich der Grosswetterlage nicht. Im Gegenteil: Das Grosse spiegelt sich im Kleinen.
Das Ergebnis dieses Wahlsonntags zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger derzeit wenig Lust auf Experimente verspüren. Es gibt keinen Rutsch. Nur ein Festhalten an der Mitte.
Zweiter Wahlgang fürs Präsidium
Von den vier Stadträten, die zur Wiederwahl angetreten sind, sind allesamt mit starken Resultaten wiedergewählt worden. Im Rennen um das Stadtpräsidium haben die Wählerinnen und Wählern in der ersten Runde dem SP-Stadtrat Samuel Wüst den Vorzug vor seinem Gremiums-Kollegen Marco Nuzzi von der FDP gegeben – obschon letzter bei den Stadtratswahlen sogar mehr Stimmen auf sich vereinigen konnte.

