«Unser Ziel ist die ökologische Aufwertung dieses Gebiets», meinte Fabio Fässler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der kantonalen Fachstelle Naturschutz vor kurzem. Aus der knapp 18'000 Quadratmeter grossen Parzelle beim Seegräbner Weiler Aretshalden soll ab Herbst wieder ein Rietgebiet werden.
Auf den flacheren Teilen der heute extensiv genutzten Weide würde eine Pfeifengraswiese entstehen, so wie sie nebenan im sumpfigen Teil des Ägerstenriets bereits besteht. Im oberen Teil dürfte es eine blütenreiche Magerwiese geben.
Keine Begeisterung bei Landwirt
Von dieser Renaturierung nicht begeistert ist Ruedi Bachofen. Der Seegräbner Landwirt, der als SVP-Vertreter einige Jahre die damalige Sekundarschule Wetzikon-Seegräben präsidierte, bewirtschaftet im Auftrag des Kantons die Parzelle.
Auch wenn er den Schnitt «nur» als Streueinlage im Stall nutzen kann, bedauert er, dass mit der Umgestaltung «wertvolle Fruchtfolgefläche» verloren gehe. Für die Lebensmittelversorgung sei das keine gute Entwicklung.

