Meterhohe Beigen von Baumstämmen und zerfurchter Boden zeugen davon, dass im Wald Oberrüti nahe der Strasse zwischen Gossau und Oetwil Anfang März massiv geholzt worden ist.
Was gemeinhin als Kahlschlag tituliert würde, sei gar keiner, wie Isabelle Rüegg von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion ausführt. Kahlschläge sind nämlich grundsätzlich verboten. Hier habe es sich auf einer Fläche von 16 Aren aber um eine «Holznutzung eines instabilen Fichtenbestandes» gehandelt. Dafür sei auch keine Bewilligung des Kreisforstamtes nötig gewesen.
Platz für Bauschutt
Die Fällaktion hat Maya Henzi aber gleichwohl auf den Plan gerufen. Sie wohnt im 500 Meter entfernten Mönchaltorfer Weiler Burg und geht regelmässig mit ihren Hunden in diesem Gebiet spazieren. Und sie hat einen Verdacht: «Musste der Wald abgeholzt werden, um das Deponieprojekt ohne Waldproblem verfolgen zu können?»

