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Die Hoffnung auf eine 80-Prozent-Zustimmung in Nänikon

Neben dem grossen Trubel um die Erneuerungswahlen am Sonntag ist in Nänikon die Separation von Uster ein grosses Thema. Eine erster kleiner Schritt soll mit der Abstimmung über die Einzelinitiative des Komitees «Pro 8606» geschehen.

Foto: Pixabay

Die Hoffnung auf eine 80-Prozent-Zustimmung in Nänikon

Die Bevölkerung von Nänikon, Werrikon und Greifensee hat am Wahlsonntag Gelegenheit, ihre oft propagierte Zusammengehörigkeit unter Beweis zu stellen. Die beiden Ustermer Aussenwachten und die Politische Gemeinde entscheiden an der Urne über die Einzelinitiative des Komitees «Pro 8606».

Mit dem Begehren soll der Zusammenschluss von Nänikon und Werrikon mit Greifensee in Zusammenarbeit mit den Politischen Gemeinden Uster und Greifensee geprüft werden. Damit will die Gruppierung insbesondere die Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee retten (siehe Box).

Denn das Gemeindegesetz des Kantons Zürich verlangt, dass das Hoheitsgebiet von Schulgemeinde und Politischer Gemeinde übereinstimmen muss. Und das ist in dieser Konstellation derzeit noch immer nicht der Fall.

Puls der Bevölkerung

Klar ist, dass mit einem Ja für die Einzelinitiative noch kein entscheidender rechtlicher Schritt zur Abspaltung von Nänikon und Werrikon von Uster geschieht. Die Abstimmung ist erst einmal ein Meinungsbarometer.

«80 Prozent und mehr wäre der Brüller»
Thomas Altenburger, Komitee «Pro8606»

Für Thomas Altenburger vom Komitee «Pro8606» ist die Abstimmung dennoch ein erster wichtiger Schritt. Er hofft auf ein überzeugendes Ja. «80 Prozent und mehr wäre der Brüller. Das wäre ein deutliches Signal an die Stadt Uster», sagt Altenburger.

Vier Männer und eine Frau unter dem Bahnhofsschriftzug "Nänikon-Greifensee". Die Männer tragen Schnäuze.

Mit der Initiative sollen die die Regierungen von Greifensee und Uster an einen Tisch gebracht werden, um über die angestrebte neue Grenzziehung zu diskutieren. Während die Stadt Uster kaum zu einer Abspaltung seiner beiden Orte Nänikon und Werrikon zu bewegen sein dürfte, äusserten sich Vertreterinnen und Vertreter von Greifensee zuletzt positiv zu den Plänen. Letztlich würde darüber aber in beiden Gemeinden an der Urne entschieden.

Wie weiter?

Altenburger glaubt aber auch, dass die Initialzündung für eine Abspaltung wohl wieder über einen Vorstoss aus den eigenen Reihen laufen würde. Nach dem Entscheid am Wochenende wolle das Komitee aber erstmal beraten, wie es mit der Grenzbereinigung fortfahren will. «Im Moment sind die nächsten Schritte noch offen.»

Die Stimmen werden am Sonntag von den Greifenseern ausgezählt und nicht etwa in Uster. Stadtschreiber Pascal Sidler schreibt dazu auf Anfrage: «Die Oberstufenschulgemeinde hat die Wahlleitung der Politischen Gemeinde Greifensee übertragen.»

Ein Schulhaus für zwei Gemeinden

Sekschülerinnen und Schüler der Gemeinde Greifensee gehen seit jeher ins Schulhaus Wüeri auf Ustermer Boden zum Unterricht. Auch Kinder aus Nänikon und Werrikon finden sich dort ein. Der Betrieb des Schulhauses liegt in der Zuständigkeit der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee. Das Problem; Das neue Gemeindegesetz des Kantons Zürich schreibt vor, dass die Hoheitsgebiete von Schulgemeinden und politischen Gemeinden übereinstimmen sollen. 

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