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Bauzeit bis Ende 2023 trifft nicht bei allen auf Verständnis

Am Dienstag informierten Gemeinde und Kanton über die umfassende Strassenbauarbeiten in Hinwil, die das Dorfleben bis Dezember 2023 prägen. An der virtuellen Veranstaltung meldeten sich auch kritische Stimmen zu Wort.

Ab dem Spiralkreisel in Hinwil Richtung Zentrum fahren bald die Bagger auf.

Archivfoto

Bauzeit bis Ende 2023 trifft nicht bei allen auf Verständnis

Ab Mai wird es für die Hinwiler Bevölkerung schwieriger, sich auf den Strassen durchs Zentrum zu bewegen. Denn dann starten Kanton und Gemeinde ihre umfassenden Bauarbeiten. Am Dienstagabend informierten Vertreter des Kantons und der Gemeinde per Livestream über die Pläne.

Die Arbeiten ziehen sich in den kommenden zwei Jahren vom Kreisel im Ortseingang, wo Dürntner- und Überlandstrasse zusammenkommen bis zum Spiralkreisel, der Zürich-, Kemptner- und Wihaldenstrasse vereinigt.  Daneben wird an einem Abschnitt der Bachtel, Ringwiler- und der Bahnhofstrasse gebaut.

Auf einer Karte ist das Zentrum von Hinwil abgebildet. Die künftigen Bauarbeiten sind darauf farblich markiert.

Letzteres ist Gemeindestrasse. Die Hinwiler Behörden wollen unter anderem das «Postpärkli», den Vorplatz des «Spars» und den Parkplatz Gemeindehaus neugestalten. Umfassender ist der Part des Kantons. Dieser will auf der Zürich-, Dürntner-, Bachtel- und Ringwilerstrasse bauen und sanieren.

Glasfaserausbau soll kommen

Dabei sollen etwa die Kreuzungen Zürich-/Dürntnerstrasse und Dürntner-/Bachtelstrasse zu zwei Kreiseln umgebaut oder ein hindernisfreier Ausbau der Bushaltestellen «Dorf» und «Gstalden» umgesetzt werden.

Ab Mai wird im Zentrum von Hinwil gebaut

25.02.2022

Infoveranstaltung im März

Am 22. Beitrag in Merkliste speichern Moderiert wurde der Online-Anlass von Thomas Maag, Mediensprecher der Baudirektion. Die Teilnehmer konnten ihm über einen Link die Fragen zukommen lassen.

«Wir versuchen im Interesse aller so schnell wie möglich zu bauen.»
Markus Allenspach, Projektleiter Tiefbauamt Kanton Zürich

Einer wollte wissen, ob im Zusammenhang mit dem Bauprojekt auch die multimediale Infrastruktur wie das Glasfasernetz zukunftssicher erneuert. Markus Allenspach, Projektleiter des Tiefbauamts Zürich, beantwortete die Frage. Primär ziehe der Kanton erstmal die Leerrohre ein, sagte er. In diese würden dann Leitungen von EKZ, Gemeindewerke Rüti oder Swisscom eingezogen. Welche Leitungen das sein werden, entziehe sich seiner Kenntnis. «Ich habe aber gehört, dass Glasfaser- und Lichtwellenleiterkabel ein Thema sind.»

Bauzeit in der Kritik

Ein anderer liess durchblicken, dass er mit der Bauzeit von rund zwei Jahren Mühe hat. «Tesla baut in Berlin in nur zwei Jahren eines der grössten Autowerke der Welt.» Ob es in Hinwil so lange dauere, weil der Kanton der Auftraggeber sei und nicht eine private Firma.

«Wir versuchen im Interesse aller so schnell wie möglich zu bauen», sagte Allenspach. Aber anspruchsvolle Werkleitungen zu verlegen, die sich vier Meter unter dem Boden befänden, brauche einfach seine Zeit. Ausserdem könne sich Tesla-Unternehmer Elon Musk wohl ungestört auf seinem Bauareal bewegen. «Wir haben dagegen den laufenden Verkehr, den wir berücksichtigen müssen.» Bei einer Vollsperrung hätte man das Projekt wohl im 24-Stunden-Betrieb «in einer Bausaison» umsetzen können, für die Anwohner wäre das aber sicherlich «nicht lustig geworden».

Behinderung statt Verkehrsfluss?

Weiter monierte einer, dass versprochene Verkehrsflussverbessrungen im Projekt nicht erkennbar seien, vielmehr seien es Behinderungen.

Diese Frage beantwortete der Hinwiler Bauvorstand Andreas Bühler (SP). Er erinnerte an die Stausituation zur «Rush Hour». Mit den beiden geplanten Kreiseln, die die heutigen Kreuzungen ersetzen, soll die Sicherheit verbessert und Verkehrsfluss gefördert werden. Zudem hoffe der Gemeinderat, dass mit den geplanten Strassenverengungen und Fussgängerinseln Hinwil für den Durchgangsverkehr weniger attraktiv werde.

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