Wetziker «Walenbach» erhält langersehnte Sanierung
Projektierungskredite haben es in Wetzikon offensichtlich nicht leicht. Vor fünf Jahren wurde der Antrag zur Sanierung des Primarschulhauses Walenbach zurückgezogen. Am Montag nun hatte das Wetziker Parlament wieder über einen Antrag zu befinden. Der Projektierungskredit umfasste diesmal allerdings nicht mehr «nur» die Sanierung der in die Jahre gekommenen Anlage, sondern auch einen Erweiterungsbau.
Hohe Kosten
Roger Cadonau (EDU), Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK), meinte im Namen seiner Behörde, dass die Gesamtkosten des Vorhabens «sehr hoch» seien. Die Sanierung der Altbauten kostet 20, der Erweiterungsbau 8 Millionen Franken.
Weitere Verzögerung beim Wetziker Schulhaus Walenbach
30.04.2020

Sanierung startet frühestens 2024
Seit 2012 besteht im Schulhaus Walenbach dringender Sanierungsbedarf. Beitrag in Merkliste speichern Zudem sei in der bisherigen Planung auch nicht alles rund gelaufen. So wurde der erst neunjährige Holzelementbau nicht in die Überlegungen zum Ausbau des Schulhauses miteinbezogen. «Die Frage stellt sich auch, ob mit der Modulbauweise nicht günstiger gebaut werden könnte», sagte Cadonau. Weil die Sanierung nicht noch länger hinausgezögert werden solle, habe die Mehrheit der RPK keine Rückweisung verantworten wollen.
Der Pavillon – und die Tagesstrukturen
Doch die RPK-Minderheit sah dies anders – und sie stellte diesen Rückweisungsantrag. Esther Schlatter (GLP) fand, dass es ist nicht nachvollziehbar sei, warum der Pavillon bereits wieder weichen müsse. 2012 sei dem Stimmbürger noch erklärt worden, dass dieser Bau dereinst während des Schulhausumbaus genutzt werden solle.
«Es fehlen auch Überlegungen für die Weiterentwicklung der Tagesstrukturen», bemängelte sie weiter. Im Siegerprojekt des Wettbewerbs sei nur ein zweistöckiger Erweiterungsbau vorgesehen. «Platzmangel ist absehbar.» Es fehlten Reservezimmer.
Wegen dieser Mängel sei das Raumprogramm so zu überarbeiten, dass Tagesstrukturen auf dem Niveau des kantonalen Mittels umgesetzt werden könnten. Zudem solle aufgezeigt werden, wie der Pavillon erhalten und ausgebaut werden könne. Oder sonst müsse ein Neubaudreistöckig ausgelegt werden.
Schule hat Platzbedarf
Christoph Wachter (SP) meinte namens der Fachkommission 2, dass sich das pädagogische Konzept in der künftigen Schulanlage umsetzen lasse. Zudem könne der Holzpavillon andernorts weiterbenutzt werden, allerdings bei Mehrkosten.
Immobilienvorstand Henri Vettiger (SVP) gestand ein, «dass es hätte besser laufen sollen, vor allem auch beim Pavillon. Das ist aber keine Katastrophe, da sich gezeigt hat, dass man den Pavillon doch nutzen kann.» Das jetzt Projekt jetzt wieder abzubrechen, wäre für die Schule schlimm, «denn sie braucht den Platz dringend.»
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Geschlagene eineinhalb Stunden hat das Wetziker Parlament am Montag über den geplanten Feuerwehrn href=”/flag/flag/np8_favorites/3289559?destination=batch&token=1ITDs5G3ltX5jzlmCSfVvExlbT95lWqgf3tkaACj3yg” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3289559 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern In die gleiche Kerbe hieb Andrea Grossen (EVP): Eine Rückweisung führe zu einer erneuten Verzögerung um bis zu zwei Jahren. Dazu seien Mehrkosten zu erwarten, um den fehlenden Schulraum in der Zwischenzeit abzudecken.
Rückweisung chancenlos
Während von den Grünen und der AW der Rückweisungsantrag unterstützt wurde, mahnte Sandra Elliscasis (FDP), dass nicht auf Vorrat gebaut werden solle. Man müsse in Kauf nehmen, dass bei Bedarf halt Provisorien zum Einsatz kämen oder Anbauten nötig würden.
Die Rückweisung hatte schliesslich keine Chance und der Projektierungskredit über 2,45 Millionen Franken für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Primarschulanlage Walenbach passierte mit 26 zu 5 Stimmen.
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