Gleich mit zwei Vorstössen nahmen Markus Ehrensperger und Barbara Schäufele-Keel (beide SVP) die Ustermer Standortförderung ins Visier. An der Parlamentssitzung am Montag, die erstmal seit längerer Zeit nicht mehr im corona-bedingten Exil im Stadthofsaal sondern wieder im Stadthaus abgehalten wurde, nahm das Thema einen gewichtigen Teil der abendlichen Debatte ein.
Ehrensperger sagte, dass das nicht zwei Kritik-Vorstösse seien, sondern zwei «Mehr davon»-Vorstösse. Die Standortförderung sei die wichtigste Förderstelle der Stadt. Diese hebe nicht nur das Image von Uster, sondern trage massgeblich dazu bei, den Steuerertrag von juristischen Personen anzuheben. «Das kommt schlussendlich wieder der Allgemeinheit zugute.»
Mit dem einen Vorstoss, einem Postulat, wollen die beiden SVP-Politiker direkt auf die personelle Organisationsstruktur der Stadt Einfluss nehmen. Ehrensperger stört sich daran, dass zwei eigentlich gleichwertige Förderstellen durch zwei Personen mit einem direkten hierarchischen Gefälle wahrgenommen werden. Namentlich sind das Christian Zwinggi, Abteilungsleiter Präsidiales der Stadt und Standortförderin Sandra Frauenfelder.
Zwinggis Doppelrolle
«Hier entsteht eben die problematische Personalunion oder eben der problematische Doppelhut», sagte Ehrensperger. Damit meinte der SVP-Gemeinderat etwa die Doppelrolle, da Zwinggi neben der Verantwortung in der Standortförderung auch als Kulturförderer in Erscheinung tritt.

