«Dieses Jahr ist es wieder ganz schlimm mit den beschädigten Plakaten», sagt Patrick Walder, Präsident der SVP Dübendorf. Die Plakatverantwortlichen der Partei seien täglich daran, Plakate zu ersetzen. «Wir sind uns bei der SVP ja einiges gewohnt, aber dass der mutmassliche Täter nun sogar seine ‹Unterschrift› hinterlässt, hat mich an Unverfrorenheit doch sehr geschockt.»
Walder bezieht sich damit auf die Plakate im Kreisel beim Bahnhof Süd, die vor wenigen Tagen grösstenteils runtergerissen – und mit Plakaten der Juso Zürcher Oberland überklebt wurden. «Wir bauen um», steht da, und weiter unten: «Jusos am 27. März in den Gemeinderat wählen.» Gefolgt vom Parteiprogramm.
«Das ist meines Erachtens nicht nur höchst undemokratisch, sondern auch eine Verhöhnung des Rechtsstaats, da man offensichtlich die Strafverfolgung nicht als Hindernis sieht», sagt Walder.
«Asoziale Gruppierung»
Die zerstörten Plakate waren am Montag auch im Dübendorfer Parlament ein Thema. In einer Fraktionserklärung der SVP/EDU holte Gemeinderat Orlando Wyss den verbalen Zweihänder hervor. Er sprach von einem «kriminellen Handeln» seitens der Juso. Und dass es nicht ohne Folgen bleiben soll, wenn «solche asozialen Gruppierungen» die Demokratie mit Füssen träten.

