Ein bisschen ins Träumen konnte schon kommen, wer am Montag an der Sitzung des Gemeinderats den Worten von Thomas Maier lauschte. Der grünliberale Gemeinderat teilte mit dem Parlament seine Vorstellung – oder eher seine Vision eines umgestalteten Adlerplatzes: Bäume, vielleicht ein Hain, Platz für Begegnungen, zum Sitzen und Spielen, im Winter ein Marroni-Stand, im Sommer eine «Wurstbude».
Ein kleines Paradies also, zwischen dem dicht befahrenen Verkehrsknoten Städtli-Kreuzung und den umliegenden Bauten mit typisch kleinstädtischer Gewerbe-Wohnen-Mischnutzung. Das wollten Maier und elf Mitunterzeichnende den Ratskollegen und dem Stadtrat mit einem Postulat schmackhaft machen. Und auch, dass die wegfallenden 23 Parkplätze ein kleiner Preis für mehr Aufenthaltsqualität seien.
Parkplätze sollen geopfert werden? Wer Dübendorf kennt, der wusste bereits zu diesem Zeitpunkt, dass diese Forderung nicht ohne Folgen bleiben würde.
«Flickwerk» und «Pflästerlipolitik»
Erst aber war der Stadtrat an der Reihe. Dieser hatte vor einigen Jahren ebenfalls mal vorgehabt, den Adlerplatz umzugestalten und autofrei zu machen. Der Gemeinderat strich ihm das Geld dafür aber Ende 2015 aus dem Budget, worauf das Vorhaben sistiert wurde.

