Eigentlich wäre ein Gespräch über den Jahrestag des Volksaufstandes von 1959 geplant gewesen und natürlich auch über die Winterolympiade in China. Das Gespräch im Gasthof Landenberg, wo ich Karma Punkhang treffe, dreht sich aber zuerst um die Ukraine.
Auch der tibetische Aktivist ist sehr betroffen über die russische Aggression in der Ukraine und sagt: « Es stimmt mich wenig positiv für unsere Bemühungen für ein freies Tibet. Obwohl alle in Europa von der Invasion wissen, schauen alle nur zu, ohne einzugreifen. Dies macht mir wenig Mut, dass Europa sich für Tibet einsetzt. Ein Land weit weg von Europa, und über das heutzutage nicht mehr viel in den Medien berichtet wird. »
Aktiv im Tibeter-Verein
Karma Punkhang ist 1985 in der Schweiz geboren, seine Mutter kam 1981 in unser Land. Er hat sein ganzes Leben in Turbenthal verbracht: «Das ist meine Heimat», sagt er und fügt an: «Es gibt kein demokratischeres Land als die Schweiz.»
Karma Punkhang arbeitet in Zürich als Buchhalter. «Zahlen liegen mir und es muss immer stimmen, das gibt mir Sicherheit.»

