Der Einzug in den Nationalrat und in die kantonalen Parlamente – das war das erklärte Ziel, welches Aufrecht Schweiz nach der Gründung im November postulierte. In der viertgrössten Stadt im Kanton tritt die Gruppierung als Aufrecht Dübendorf nun auch auf lokalpolitischer Ebene auf, und das durchaus ambitioniert mit einer eigenen Liste für den Gemeinderat, zwei Kandidaten für den Stadtrat, ja sogar das Stadtpräsidium wird angepeilt.
Aufrecht Schweiz sieht sich selber nicht als Partei, sondern als Bürgerrechtsbewegung. Ideell getragen wird die Organisation von verschiedenen Gruppierungen wie den Freunden der Verfassung, dem Verband Freie KMU oder dem Aletheia-Netzwerk der Gesundheitsberufe.
Keine lokalpolitische Verwurzelung
Dass der politische Arm von Impfgegnern und Massnahmenkritikern ausgerechnet in Dübendorf dermassen konzentriert auftritt, ist kein Zufall, denn Mitbegründer und Präsident Patrick Jetzer wohnt hier. Politisch in Erscheinung getreten ist er bereits vor vier Jahren, als er mit der von ihm gegründeten Ethischen Partei Schweiz (EPS), einer politisch nicht leicht einzuordnenden Gruppierung ohne lokalpolitische Verwurzelung, zur Wahl antrat.
Schon damals kandidierte Jetzer für das Stadtpräsidium und mit einer Liste für den Gemeinderat – fiel in der Wählergunst aber durch. Ein halbes Jahr nach der Erneuerungswahl löste sich die Partei auf, die Begründung war der fehlende Einfluss.

