Der politische Zeitgeist des ausgehenden letzten Jahrzehnts: Er spiegelte sich auch in letzten Parlamentswahlen in Illnau-Effretikon. Während die Linken und Grünen damals Sitzgewinne feiern und sich Superlative wie «historisch» bedienen durften, herrschte auf der bürgerlichen Seite Katzenjammer.
Dass sich das Szenario jetzt, vier Jahre später, wiederholt, scheint zumindest fraglich. Die stadtratslose SVP konnte immer noch als stärkste Kraft im Parlament aus der Opposition politisieren – eine Konstellation, die im Politbetrieb in der Regel günstig ist. Jüngst gelang ihr mit der gewonnen Urnenabstimmung zur Passaralle Girhalden ein Punktsieg.
Stadtratsrennen bestimmt Wahlchancen
In die Wahlen steigt sie praktisch mit dem gleichen Personal wie 2018. Neun Bisherige stellen sich auf der Liste 1 zur Wiederwahl, einzig Paul Rohner tritt nach zehn Jahren ab. Insofern darf sich Ronny Nietlisbach auf Listenplatz zehn gute Chancen ausrechnen.

