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Viele Bisherige wollen wieder ins Illnau-Effretiker Parlament

In der Stadt Illnau-Effretikon stellen sich 156 Personen für 36 Parlamentssitze zur Wahl. Die Zahl der neuen Gesichter dürfte sich nach dem Wahltag dennoch in Grenzen halten. Die Parteien setzen vornehmlich auf bewährte Kräfte.

Viele Bisherige wollen wieder ins Illnau-Effretiker Parlament

Der politische Zeitgeist des ausgehenden letzten Jahrzehnts: Er spiegelte sich auch in letzten Parlamentswahlen in Illnau-Effretikon. Während die Linken und Grünen damals Sitzgewinne feiern und sich Superlative wie «historisch» bedienen durften, herrschte auf der bürgerlichen Seite Katzenjammer.

Dass sich das Szenario jetzt, vier Jahre später, wiederholt, scheint zumindest fraglich. Die stadtratslose SVP konnte immer noch als stärkste Kraft im Parlament aus der Opposition politisieren – eine Konstellation, die im Politbetrieb in der Regel günstig ist. Jüngst gelang ihr mit der gewonnen Urnenabstimmung zur Passaralle Girhalden ein Punktsieg.

Stadtratsrennen bestimmt Wahlchancen

In die Wahlen steigt sie praktisch mit dem gleichen Personal wie 2018. Neun Bisherige stellen sich auf der Liste 1 zur Wiederwahl, einzig Paul Rohner tritt nach zehn Jahren ab. Insofern darf sich Ronny Nietlisbach auf Listenplatz zehn gute Chancen ausrechnen.

Illnau-Effretikon vertraut auf die Zentrumskräfte

27.03.2022

Drei neue Stadträte

Die SP verliert, die Mitte gewinnt und die SVP bleibt einmal mehr aussen vor. Beitrag in Merkliste speichern Sollten die Spitzenkandidaten René Truninger und Daniel Huber den Sprung in den Stadtrat schaffen, könnten Lukas Bosshard und Luc Jacquat nachrutschen.

Zwei Rücktritte bei SP

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums, bei der SP, treten mit Felix Tuchschmid und David Gavin zwei Parlamentarier nicht mehr an. Ihre beiden Sitze in der aktuell achtköpfigen Fraktion wollen Vedat Tüzer und Elisabeth Wyss-Jenny erben, die auf der Liste 2 die Plätze sieben und acht besetzen.

Je nachdem, ob Brigitte Röösli und Maxim Morskoi die zwei frei werdenden SP-Stadtratssitze verteidigen können, könnten auch Dominik Mühlebach auf Platz neun und Maurice Tschamper auf Platz zehn zum Handkuss kommen.

Die FDP, die aktuell sechs Sitze besetzt, muss den Abgang von Ursula Wettstein kompensieren. In den Startlöchern steht dafür Dominic Erni, der sich zuletzt als leidenschaftlicher Girhalden-Gegner hervorgetan hat. Sollte Spitzenkandidat Michael Käppeli darüber hinaus den Einzug in den Stadtrat schaffen, darf sich auch Stefan Fässler, der auf der Liste 3 Platz sieben belegt, Hoffnungen machen.

Grüne favorisieren 20-Jährige

Für die Mitte stellen sich Ratspräsident Kilian Meier als auch Matthias Müller erneut zu Wahl. Den dritten Sitz, den bislang Peter Vollenweider inne hatte, möchte Simone Wegmann in den eigenen Reihen halten. Rosmarie Quadranti, die für die Partei in den Stadtrat einziehen will, hegt indessen keine Ambitionen auf ein Legislativ-Amt: Auf der Liste 4 ist sie erst auf Platz acht zu finden.

Die Grünen wollen dagegen ihre dreiköpfige Fraktion quasi von innen heraus erneuern. Zwischen die drei Bisherigen hat die Partei die erst 20-jährige Silja Benker auf den zweiten Platz ihrer Liste 5 gehievt. Das Pendant auf der fiskalisch rechteren Seite, die Grünliberalen, setzt mit der Liste 6 dagegen auf Kontinuität: Alle drei Bisherigen treten noch einmal an.

Bei der EVP, die aktuell zwei Abgeordnete stellt, will Simone Schädler auf der Liste 7 die abtretende Claudia Tschabold ersetzen, während die Jungliberalen ihren bisherigen Vertreter Lukas Morf an der Spitze ihrer fünf Personen umfassenden Liste 8 führen.

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