So viel zahlen die Grünen Uster für ihren Wahlkampf
Auf nationaler Ebene setzen sich die Grünen zusammen mit anderen linken und Mitte-Parteien für mehr Transparenz in der Politikfinanzierung ein. Die Grünen Usters wollen diese Forderung nun auch auf kommunaler Ebene vorantreiben und «mit gutem Beispiel vorangehen», wie sie in einer Mitteilung schreiben.
So legen sie im Zuge der kommunalen Gesamterneuerungswahlen im März offen, wie viel sie für die diesjährigen Wahl- und Abstimmungskampagnen in Uster ausgeben. Für den Wahlkampf in Uster haben die Grünen rund 45‘000 Franken budgetiert, wie es in der Mitteilung heisst. Dieses Budget umfasse die Ausgaben für die Wahlen von Stadt- und Gemeinderat sowie der Sekundar- und Primarschulpflege. Der budgetierte Betrag werde aber voraussichtlich nicht ganz ausgeschöpft.
Plakate am teuersten
Die Grünen listen auch auf, wie sich diese Kosten mutmasslich zusammensetzen. Mit 13’000 Franken am meisten Geld geben sie für ihre Wahlplakate aus. Rund 10’500 Franken fliessen in die Erstellung und Verteilung von Wahlzeitungen, Postkarten und Flyern und weitere 9’500 Franken kostet die Partei die Publikation von Inseraten.
Etwas weniger teuer gestalten sich für rund 2’800 Franken die Giveaways sowie die nachhaltigen Einkaufsführer, und für die Fotoshootings rechnet die Partei mit 2’700 Franken. Dazu ist ein Restposten von 3’500 Franken budgetiert, die etwa für Gebühren oder ein Wahlfest verwendet werden könnten.
Kandidierende zahlen 20 Prozent selbst
Weiter geben die Grünen Auskunft darüber, woher das Geld für den Wahlkampf kommt. Rund 20 Prozent der Ausgaben übernehmen gemäss Mitteilung die Stadtratskandidatin Karin Fehr und die sechs Top-Kandidierenden für den Gemeinderat Debora Zahn, Natalie Lengacher, Patricio Frei, Marco Ghelfi, Dominic Ramspeck und Lukas Adam.
Die übrigen rund 80 Prozent der Kosten werden aus Eigenmitteln der Partei und aus Spenden finanziert. Die Eigenmittel der Partei wiederum stammen gemäss den Grünen zu grossen Teilen aus den jährlichen Abgaben der Mandatsträgerinnen und Mandatsträger. Diese Abgabe betrage 10 Prozent der Netto-Mandatseinnahmen.
Mit der Offenlegung ihrer Wahlfinanzierung wollen die Grünen gemäss eigener Aussage auch andere Parteien dazu auffordern, ihr Wahlbudget publik zu machen. (lah)

