Dutzende giftgrüne Flaschen stehen säuberlich aufgereiht in einem Brutschrank mit dem Namen «Madonna». Weitere Flaschen befinden sich in den benachbarten Inkubatoren «Rihanna» und «Britney», in welchen man die Bedingungen bis ins Detail kontrollieren kann.
Wir befinden uns in einem der Labors des Wasserforschungsinstituts Eawag i n Dübendorf. Hier werden verschiedene Algenarten für zwei Wochen gezieltem Temperaturstress und Nährstoffmangel ausgesetzt, während ihr Wachstum gemessen wird.
Lebenswichtig, aber empfindlich
Algen sind ein wichtiger Bestandteil aller Gewässer auf der Erde und für über 50 Prozent der globalen Sauerstoffproduktion zuständig. Obwohl sie fast überall vorkommen, sind sie sehr heikel, was die Verhältnisse im Wasser betrifft.
Damit sie gut wachsen können, muss der Nährstoffcocktail perfekt abgestimmt und Licht in der korrekten Menge vorhanden sein. Algen wachsen deshalb – abhängig von der nicht konstanten Nährstoffverfügbarkeit – oft in Zyklen.

