Überraschungseffekt für die lediglich 20 Besucherinnen und Besucher am Dienstagabend gleich zu Beginn des Podiums zur Kampfwahl um das Gossauer Schulpräsidium: Statt vier Stehtische waren in der reformierten Kirche auf dem Podium nur gerade deren drei platziert.
Der dritte angekündigte Kandidat aufs Schulpräsidium, Christoph Romer (SVP), verzichtete auf eine Teilnahme an der Veranstaltung. Er hat sich gemäss Auskunft von Fabian Wüst (Co-Präsident Die Mitte) am Tag des Anlasses, der vom Frauenpodium, der SVP und der Mittepartei organisiert worden ist, offenbar aus dem Rennen genommen.
«Wichtig ist eine Auswahl zu haben»
Moderatorin Ladina Spiess begrüsste nur zwei Kandidierende in der Gesprächsrunde. Sie stellte einleitend fest, dass von Bewerbern um ein politisches Amt viel Engagement und Rückgrat gefordert sei. In Anspielung auf die unvermittelt kleiner gewordene Gesprächsrunde betonte Spiess: «Gossau kann sich dennoch glücklich schätzen - die Menschen hier haben eine Auswahl.» Wer aber soll Nachfolger - oder Nachfolgerin - von Katharina Schlegel (Politisches Frauenpodium, PFP) werden?
Zur Verfügung stellt sich auf der einen Seite mit Andrea Hadorn-Stuker (PFP) eine langjährige Schulpflegerin. Die 59-jährige studierte Erziehungswissenschaftlerin ist Mutter einer eben volljährig gewordenen Tochter und derzeit als selbstständiger Coach berufstätig. Zudem amtet sie als Präsidentin des Politischen Frauenpodiums Gossau.

