Es ist Freitag, 17 Uhr. Noch zwei Stunden, bis die Gäste kommen, doch in der Küche des Dübendorfer Märtkafis blubbert die Sauce bereits vor sich hin. Klar, einen guten Sugo mit Auberginen macht man nicht eben mal schnell in ein paar Minuten. Einer kommt vorbei, hält den Löffel rein, probiert. «Mhhh, fein», sagt er. «Fehlt etwas?», will Toni Lanzendörfer wissen.
Natürlich fehlt nichts. Es ist ja auch nicht die erste Sauce, die Lanzendörfer macht. In seinem ganzen Leben, das in wenigen Wochen ins 70. Jahr geht, waren es Hunderte, ja vielleicht sogar Tausende. Genossen werden sie vorzugsweise zu Jazz.
Zaubern in der Miniküche
Irgendwie hat Lanzendörfer schon immer zur Musik gekocht, etwa im längst dem Erdboden gleichgemachten Lindenhaus, wo der Verein Jazz in Dübendorf sein erstes festes Domizil hatte.
So richtig angefangen aber hat es 1998 mit der Konzertreihe Pasta & Piano im Café der Oberen Mühle, in einer Küche mit minimaler Ausstattung. Anfangs wirklich mit Piano solo, später dann auch mit grösseren Formationen. Als sich die Vereinsmitglieder mit dem damaligen Betriebsleiter überwarfen, fanden sie im Märtkafi gleich neben dem Stadthaus ein neues Konzertlokal.

