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Keine zweite Turnhalle in Adetswil

Dass die 56 Jahre alte Turnhalle in Adetswil ersetzt werden muss, bestreitet niemand. Wollte die Gemeinde die alte durch eine neue Halle ersetzen, kämpften die Vereine in einer Interessengemeinschaft (IG) für deren zwei. Aber es war vergeblich.

56 Jahre als ist die Turnhalle in Adetswil., Die Halle wird nun durch eine neue Einfachhalle ersetzt.

Seraina Boner

Keine zweite Turnhalle in Adetswil

Die Initiative für eine Zweifachhalle in Adetswil wurde mit 659 zu 1181 Stimmen abgelehnt. Der Gegenvorschlag des Gemeinderates wurde mit 1170 zu 633 Stimmen angenommen. Es gibt also keine Zweifachhalle in Adetswil und nicht mehr Platz für die Vereine.

Jürg Nägeli, der Präsident der IG Turnhalle Adetswil, ist natürlich enttäuscht. Die Sport- und Kulturvereine von Adetswil und Bäretswil haben sich bereits 2019 zu dieser Interessengesellschaft zusammengeschlossen.

In diesen Vereinen sind rund 600 Bäretswilerinnen und Bäretswiler aktiv – darunter sehr viele Jugendliche. Nägeli ist Mitglied der Crazy B Country Line Dancer, die aktuell nur im Sommer in der Turnhalle trainieren können. Im Winter ist die Halle dauerbesetzt. «Es ist schade, aber wir müssen das akzeptieren», sagt Nägeli. «Jetzt müssen wir vorwärtsschauen und versuchen, das Beste daraus zu machen.»

Projektierungskredit kommt frühestens im Dezember vors Volk

Für die Einfachturnhalle wurden in der Weisung zu Abstimmung Investitionen von rund 5,5 Millionen Franken angegeben. Zwei Hallen mit einer Geräteraumverbindung, wie sie die IG gewünscht hätte, wären auf rund 9 Millionen zu stehen gekommen. Darin nicht enthalten sind Aufwendungen für eine neue Aula (1,2 bis 1,3 Millionen Franken) und Abbruch der bestehenden Halle, Kosten für Planung sowie Aufwendungen für Parkplätze, Umgebungsgestaltung, Allwetterplatz und Rasenfeld von rund einer Million Franken.

Für den Gegenvorschlag mit einer Einfachhalle hatten sich die Politischen Parteien, SVP, EVP und FDP sowie die Rechnungsprüfungskommission (RPK) ausgesprochen. Finanzpolitische Bedenken formulierte die RPK in ihrer Stellungnahme zur Abstimmung: Der Bau einer zweiten Turnhalle wäre «mit einer Steuererhöhung und zusätzlicher Verschuldung verbunden, was aufgrund der weiter anstehenden notwendigen Investitionen unvernünftig wäre und diese einschränken könnte».

Wann der Projektierungskredit vor die Gemeindeversammlung kommt ist gemäss Gemeindepräsident Teodoro Megliola (parteilos) noch nicht klar, aber das werde frühestens im Dezember sein.

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