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Politik

«Rückgängig nicht möglich»

Was im 2021 geschehen ist, kann man nicht rückgängig machen. Umso wichtiger ist es, einander zu vergeben, findet Standpunkt-Autor Markus Schaaf.

Das Jahr 2021 ist Geschichte und zwar unwiderruflich und ohne Möglichkeit, noch etwas daran zu verändern. Das Textverarbeitungsprogramm von meinem Computer bietet in dieser Hinsicht bessere Möglichkeiten.

Wenn ich bei der Eingabe einen Fehler gemacht habe, wähle ich einfach die Funktion «Rückgängig» – und schon sieht der Bildschirm wieder aus, als ob ich den Fehler nie gemacht hätte. Bis zu 99 Vorgänge kann ich rückgängig machen.

Ich war schon unzählige Male sehr froh um diese Funktion. Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass plötzlich die Meldung erschienen ist: «Rückgängig nicht möglich!» Das ist dann ärgerlich.

«Ich denke an die Momente, wo ich handeln wollte und andere damit übergangen habe.»

Für das vergangene Jahr 2021 gilt die gleiche Meldung: «Rückgängig nicht möglich!» Eigentlich gilt diese Meldung ja für jeden Tag meines Lebens. Ich denke an die Situationen, in denen ich geredet habe, statt besser zu schweigen und an die Situationen, in denen ich geschwiegen habe, statt zu reden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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