Ein junger Kopf an der Spitze eines Traditionsanlasses
« Das Dutzend ist nun voll… » , meint Werner Egli, der am vergangenen 21. November seine zwölfte Ustertag-Feier als Obmann geleitet hat. « Es ist nun Zeit, dass neue und frische Kräfte wirksam werden » , findet der ehemalige SVP-Politiker und Ustermer Stadtpräsident.
«Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag»
21.11.2021

Reden am Ustertag
Am Ustertag waren zwei prominente Redner eingeladen. Beitrag in Merkliste speichern 2006 stiess er ins Ustertag-Komitee, das für die Organisation des Traditionsanlasses verantwortlich zeichnet. 2009 wurde er zu dessen Obmann gewählt. Damit stand er dem Gremium 13 Jahre vor. Dass es in dieser Zeit nur 12 Feiern gab, lag an der Pandemie. 2020 musste sie wegen Corona ausfallen.
Aufwändige Organisation
Und das Virus hatte auch noch massive Auswirkungen auf die jüngste Feier. « Die Vorbereitungen für die vergangene Feier waren überaus intensiv, ja teilweise anstrengend. Die Einschränkungen bezüglich Corona haben zusätzlichen Aufwand verursacht.
Dazu kam, dass ein neuer Chor für die Feier in der Kirche gefunden werden musste, weil es Differenzen in der Leitung des Säbngerbundes gab. Auch die musikalische Begleitung durch die Stadtjugendmusik fiel weg. Die Stadtmusik Uster ist dafür sofort eingesprungen. Schliesslich mussten die Serviceteams in der Landihalle wie auch im Stadthofsaal neu rekrutiert werden, da es mit den bisherigen Terminprobleme gab. »
Beim Entscheid für seinen Rücktritt mitgespielt hat für den 64-Jährigen auch der Umstand, dass er seinen Wohnsitz in die Surselva GR verlegt hat. Uster und der Ustertag werden aber weiterhin wichtige Bezugspunkte für ihn sein. So will er den neuen Präsidenten im laufenden Jahr auch als einfaches Mitglied im Komitee unterstützen.
Wieder Ustermer an der Spitze
Anfang Februar ist der Ustermer SVP-Gemeinderat Christoph Keller vom 13-köpfigen Komitee, das sich in erster Linie aus Politikerinnen und Politikern der FDP, der SVP und der Mitte zusammensetzt, als Eglis Nachfolger gewählt worden. Der 34-jährige Geschäftsführer einer Treuhand- und Immobilienfirma stiess 2019 zum Komitee.
« Ich will mich für Uster engagieren und den Gedanken von damals ins Heute und Morgen weitertragen und auch der jüngeren Generation ins Bewusstsein zu rufen » , umschreibt Keller seine Motivation. « Für mich ist der Ustertag ein wichtiger Grundstein für den Kanton Zürich, auch für den Wohlstand und die Rechtssicherheit im Kanton. Ohne die Versammlung von 1830 gäbe es das alles heute nicht. »
Kennenlernen am Ustertag
Und dann hat er auch noch einen ganz persönlichen Bezug zum Ustertag: « Ich habe an der Ustertagfeier 2009 meine Frau kennengelernt. Aus diesem Treffen ergab sich dann etwas anderes als politische Gespräche – und letztlich sind dank jenes Ustertages auch zwei Kinder entstanden » , meint Keller mit einem Schmunzeln.
Bundesrätin als nächste Rednerin
Der junge Obmann wird sich nun an die Organisation der diesjährigen Feier machen, die auf den 20. November angesetzt ist.
Entscheidend ist, dass bereits die Zusage für die Hauptrede vorliegt. Dieses Jahr wird mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) wieder eine Vertreterin aus Bundesbern auftreten und wohl als Publikumsmagnet wirken.
