Seit drei Monaten gibt es in der Gemeinde Turbenthal einen freiwilligen Besuchsdienst. Katrin Ruzicka (parteilos) als verantwortliche Gemeinderätin und Regina Schleicher als Besuchsdienstleiterin berichten über Idee, Entstehungsgeschichte und Zielgruppen des neuen Angebots.
Welche Ziele verfolgt der Besuchsdienst der Gemeinde Turbenthal?
Katrin Ruzicka: Das Projekt hat zum Ziel, Freude und Abwechslung ins Leben von sich einsam fühlenden Menschen zu bringen. Es kann Angehörige unterstützen und entlasten sowie dazu beitragen, dass Senioren möglichst lange zu Hause leben können.
Regina Schleicher: Der Dienst kann das Bedürfnis nach sozialem Kontakt in kleinem Rahmen abdecken. Turbenthal hat zwar ein vielfältiges Angebot für Senioren, aber mit zunehmendem Alter und den damit einhergehenden Gebrechen wie Schwerhörigkeit oder Vergesslichkeit ist es für viele Betagte immer schwieriger, unter die Leute zu gehen.
Was kann man vom Besuchsdienst erwarten, was nicht?
Schleicher: Regelmässig kommt jemand, der mit einem plaudert, zuhört oder auf einen Spaziergang mitkommt. Auch vorlesen oder zusammen ein Spiel machen, ist möglich. Es geht um ein «Miteinander», nicht um ein «Füreinander».
Ruzicka: Was der Besuchsdienst nicht macht, sind Hausarbeiten, pflegerische Tätigkeiten, Fahrdienste, Einkäufe oder dergleichen. Die gemeinsam verbrachte Zeit kann sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken.

