Der Mann hinter der Administrativuntersuchung der Sozialhilfe Dübendorf ist der Rechtsanwalt Tomas Poledna. Mindestens ein halbes Jahr Arbeit steckt in den 155 Seiten, die er verfasst hat. «Ich hatte noch nie eine Untersuchung, bei der so viel Zeugen anonym bleiben wollten.» Poledna legte Probleme auf systemischer Ebene dar, die teilweise bis in die Nullerjahre zurückreichen.
Doch wie konnte ein derart schlecht funktionierendes System, solange aufrecht gehalten werden? Der Rechtsanwalt sagt: Nur ein enger Personenkreis habe Einblick in die genauen Abläufe des Sozialamts gehabt.
Der Aufgabe kaum gewachsen
«Der langjährige Leiter Soziales konnte sich breitmachen und hatte weitgehend freie Hand», sagt Poledna. Zuletzt habe er mit Jacqueline Hofer (SVP) eine Chefin gehabt, die das nötige Sachwissen nicht mit sich brachte und «der Aufgabe kaum gewachsen war».
«Ob und was sich politisch ändern muss, das müssen andere sagen.»
Tomas Poledna, Rechtsanwalt

